Formel 1: Mercedes-Stars in Spielberg
Ein Trip ins Ungewisse

Hamilton vor Rosberg im Qualifying von Spielberg, doch der Deutsche muss am Sonntag nach hinten. Wird die Reifenwahl von Mercedes zum Nachteil?
Bild: Jerry Andre / Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Der Samstag in Spielberg war der Tag des Lewis Hamilton: Der Brite fuhr ungefährdet zur Pole, sein WM-Rivale Nico Rosberg landete mit einem Aufhängungsdefekt im Training in der Mauer und startet nach Getriebewechsel als Folge aus dem Crash nur als Siebter. Doch viel Freude wollte beim Briten deswegen nicht aufkommen. „Das Ganze ist nicht gut, denn ich will, dass das Team vorne ist“, sagte Hamilton mit Blick auf Rosbergs Pech - wohl wissend: „Für mich ist es in Sachen WM natürlich eine Möglichkeit, aus der ich das Meiste machen möchte.“

Hamilton hatte nach seiner Pole allen Grund zur Freude
Das Lob für den Konkurrenten - Rosberg gab es umgehend zurück, wenn auch in größerem Rahmen: „Auch hier ist es wie immer die übliche Schlacht gegen Lewis. Er hat mich die beiden letzten Jahre geschlagen und er war die beiden letzten Jahre besser“, fand Rosberg ungewöhnliche Worte. „Das Duell gegen ihn ist eine tolle Herausforderung für mich“, so der Wiesbadener, der sich am Samstag auch beim Team des Rivalen bedankte: „Es sind sogar Mechaniker von Lewis rübergekommen auf mein Auto, um es nach dem Crash für das Qualifying fertig zu machen. Sonst hätten wir das nicht geschafft.“

Für Rosberg war der Crash ein großer Rückschlag
Dass die Konkurrenz auf den superweichen Pneus allerdings einen großen Vorteil hat, kann sich der WM-Spitzenreiter nicht vorstellen. „Ich glaube, dass man auf beiden Mischungen Probleme bekommt. So viel Unterschied ist das nicht und damit auch nicht klar, dass die anderen jetzt alles richtig gemacht haben.“ Zumal Rosberg den Wetterbericht studiert hat. „Die Temperaturen sollen um 20 Grad fallen. Dann ist morgen sowieso die große Unbekannte. Wer weiß schon, wie sich dann die Reifen verhalten?“
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