Formel 1: Mercedes-Teamchef ratlos
"Schlimmste Wochenende seit 13 Jahren"

Mercedes erlebt beim GP Brasilien ein Wochenende zum Vergessen. Teamchef Wolff ist sprachlos.
Bild: Mercedes
Mercedes war mit großen Hoffnungen nach Brasilien gefahren – und dann das: Lewis Hamilton wird nur Achter, George Russell musste seinen Schwarzpfeil mit einem Motorproblem (Öl-Temperatur) vorzeitig in der Box parken.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff war sichtlich bedient. „Es war für mich persönlich das schlimmste Wochenende seit 13 Jahren.“
Dabei wollte das Erfolgsteam von einst nach dem Doppelsieg im Vorjahr und einem Aufwärtstrend in den letzten Rennen eigentlich aufs Podium.

Mercedes erlebt beim GP Brasilien ein Wochenende zum Vergessen. Teamchef Wolff ist sprachlos.
Bild: Mercedes
„Eine unentschuldbare Performance, da fehlen mir die Worte“, gibt sich Wolff sprachlos. „Letzte Woche und die Woche zuvor stand das Auto auf dem zweiten Platz. Was wir damit gemacht haben, war schrecklich. Lewis hat da draußen überlebt – es tut mir einfach leid für beide. Es kann definitiv nicht sein, dass man vor sieben Tagen auf dem Podium steht und unter den schnellsten Autos ist und jetzt auf Platz acht landet.“
Ein Problem: Nach der Disqualifikation von Austin hat Mercedes die Bodenfreiheit aufgrund der abgeschliffenen Bodenplatte erhöht. Das hat offenbar nicht funktioniert. Wolff drastisch: „Das Auto hat sich angefühlt wie auf drei, nicht vier Rädern.“
Auf den ersten Saisonsieg in den letzten beiden Rennen in Las Vegas und Abu Dhabi spekuliert der Wiener nun auch nicht mehr: „Dieses Auto verdient keinen Sieg. Wir müssen für die letzten zwei Rennen pushen. Wir müssen schauen, was wir auf einer anderen Strecke in Las Vegas und auch in Abu Dhabi machen können. Die Performance heute war unterirdisch.“
Ob die Mercedes-Wundertüte in Las Vegas wieder schneller ist, ist offen. Für 2024 plant das Team derweil ein komplett neues Auto.
Service-Links
