Formel 1: Mercedes-Technik im Fokus
Kranker Hamilton hat leichtes Spiel

Lewis Hamilton baut seinen Pole-Rekord weiter aus - in Hockenheim profitieren die Silberpfeile von Ferraris Pannen und den eigenen Updates.
- Frederik Hackbarth
Für Lewis Hamilton war es am Samstag in Hockenheim schon die 87. Pole in der Formel 1. Der Brite baut seine Bestmarke und den eigenen Legendenstatus damit weiter aus. Dass es allerdings so einfach werden würde, hätte sich der kränkelnde Weltmeister (am Morgen erwog Hamilton sogar seinen Quali-Einsatz wegen eines grippalen Infekts mit starken Halsschmerzen abzublasen; Ersatzmann Esteban Ocon stand schon in den Startlöchern), allerdings nicht gedacht.
Ferraris Gegenwehr fiel nach der Doppel-Panne im Qualifying (alle Infos hier) weg. Hamiltons erster Versuch in Q3 reichte bereits, um sich mit drei Zehnteln Vorsprung locker die Pole zu schnappen. „Die erste Runde war einfach perfekt. Die zweite zwar nicht so, aber es hat ja auch so gereicht“, sagt Hamilton nach der Session.

Auch an den seitlichen Luftleitblechen gibt es Updates
So viel umgebaut wie Mercedes hat für Hockenheim allerdings kein anderes Team. Die Silberpfeile haben nicht nur sichtbare Veränderungen an Karosserie und Aerodynamik vorgenommen, die Hauptänderung betrifft eigentlich den unteren Teil des Chassis', auf Höhe des Benzintanks. In diesem Bereich ist der Silberpfeil erschlankt, um so mehr Platz für den Kühler zu machen, eine neue Anordnung der Elemente zu ermöglichen und mit einer größeren Oberfläche der Hitzeanfälligkeit des Autos entgegenzuwirken.
Ein Prozess, den die Mercedes-Ingenieure im Prinzip schon im Anschluss an den Bahrain GP auf den Weg gebracht haben, als man nur durch Charles Leclercs Technik-Pech gewann. Bereits damals begann die Überarbeitung des Kühlsystems am Auto, um für die heißen Sommerrennen wie in Deutschland und nächste Woche in Ungarn gerüstet zu sein.
Mehr Technik-Hintergründe und Bilder aus Hockenheim gibt es in der Galerie:
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