Gino Rosato war über viele Jahre eine der wichtigsten Vertrauenspersonen in der Formel-1-Box von Michael Schumacher und Ferrari, unter anderem als Assistent der Teamchefs und auch noch zu Zeiten von Sebastian Vettel aktiv.
Nun blickt der gebürtige Kanadier im Podcast Pitstop eindrucksvoll auf die Ära von Michael Schumacher zurück. Er beschreibt, was den Rekordweltmeister zum geborenen Anführer machte.
„Jeder Formel-1-Fahrer auf diesem Planeten sollte sich eine Frage stellen: Wenn du mit deinem Team auf einem 20-stöckigen Gebäude stehst und du sagst: 'Springt!' Wie viele würden springen?“, fragt Rosato und liefert die Antwort gleich mit: „Wenn Michael Schumacher da oben gestanden hätte und selbst ich hätte gesagt: 'Springt', wir wären alle gesprungen.“

Die Führungsqualität von Michael Schumacher

Diese bedingungslose Loyalität sei kein Zufall gewesen, sondern Ergebnis einer besonderen Führungsqualität: „Das ganze Team zu motivieren, zu führen, das ist eine Kunst. Und Michael hat sie beherrscht.“
Laut Rosato war das Erfolgsrezept nicht nur fahrerisches Können, sondern vor allem das soziale Gespür: „Er ging als Gigant des Sports mit gutem Beispiel voran.“
Bild: Ferrari
Dabei sei es nicht nur um Leistung auf der Strecke gegangen, sondern auch um menschliche Nähe. Schumacher habe sich immer um die Menschen gekümmert – auch fernab der Kameras.

Rosato lobt das soziale Gespür des Rekordweltmeisters

„Niemand war großzügiger als Michael. Und du musst verstehen: Wenn du als Mechaniker in der Formel 1 6000 oder 7000 Dollar im Monat verdienst und da kommt ein Fahrer rein, der 100 Millionen im Jahr macht, dann musst du dafür sorgen, dass die Leute sich gesehen fühlen. Michael hat das gemacht.“
Laut Rosato war das Erfolgsrezept nicht nur fahrerisches Können, sondern vor allem das soziale Gespür: „Er ging als Gigant des Sports mit gutem Beispiel voran.“