Formel 1: Mick Schumacher attackiert Ex-Teamchef
"Kann mir jetzt anschauen, wie es sich gehört"

Mick Schumacher erholt sich als Testfahrer bei Mercedes derzeit von seiner Horror-Saison bei Haas. Langsam wird er wieder mutiger.
Bild: Seb Kawka / Mercedes
Ein Jahr lang musste sich Mick Schumacher (24) von seinem Ex-Teamchef Günther Steiner kritisieren lassen – jetzt schlägt er verbal zurück! Bei seiner Arbeit mit Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff oder den Teambossen von McLaren oder Williams „kann ich mir jetzt anschauen, wie es sich eigentlich gehört. Damit hatten die zwei Jahre (bei Haas; d. Red.) nichts zu tun“, sagt Schumacher bei Sky.
Damit stellt er auch klar, dass die vielen Unfälle im zweiten Jahr bei Haas mitunter durchaus eine Folge des schlechten Klimas im US-Team gewesen sein könnten. Schumacher: „Man kann nicht davon ausgehen, dass ein Fahrer seine beste Leistung bringt, wenn man ihn nicht unterstützt in der richtigen Art und Weise.“

Mick Schumacher erholt sich als Testfahrer bei Mercedes derzeit von seiner Horror-Saison bei Haas.
Bild: Stephen Reuss / Mercedes
Trotzdem sieht er seine Zeit bei Haas auch positiv. Immerhin habe er „viel als Mensch gelernt“, betont der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher. „Es werden dir nie die Leute die Blumen reichen, man muss sie selbst pflücken, das weiß ich jetzt. Ich fühle mich jetzt sehr bereit, nochmal anzugreifen und zu zeigen, was ich wirklich kann. Viele Leute wissen gar nicht, was ich kann.“
Seine Zukunft in der Formel 1 sieht der Deutsche indes realistisch. „Im Moment bewegt sich wenig. Viele Fahrer sind schon gesetzt oder haben einen Vertrag, der erst Ende nächsten Jahres abläuft“, räumt er ein. Deshalb gebe es „leider“ einen „Plan B“ für 2024, verrät Schumi jr., ohne allerdings konkret zu werden.
Dass es mit einem Cockpit in der Königsklasse schwierig wird, hatte auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff bei Sky angedeutet. Der Österreicher: „Es ist zäh, irgendwie sind einfach alle Türen zu. Dabei verdient Mick es in der Formel 1 zu fahren.“
Den Traum von der Königsklasse gibt der Formel-2-Champion auch aufgrund dieser Fürsprache so leicht nicht auf. „In die Formel 1 zu kommen, war das erste Ziel“, erklärt Mick. „Das zweite Ziel ist noch offen, nämlich Weltmeister zu werden.“
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