Mick Schumacher (23) kann auch im Qualifying zum GP Aserbaidschan nicht aus seiner Abwärtsspirale ausbrechen. Nach einem Wasserleck an seinem Haas im ersten freien Training und einem flatternden Klebeband im zweiten, hat der Sohn von Michael Schumacher auch im Qualifying wieder Pech.
Als er seine schnelle Runde in den Asphalt brennen will, rauscht Aston Martin-Pilot Lance Stroll in die Bande. Nach der Unterbrechung fahren beide Haas von den letzten Positionen auf die Strecke. Schumi jr. muss sich bereits in der Aufwärmrunde ein Duell mit den McLaren-Piloten Daniel Ricciardo und Lando Norris liefern, um es überhaupt noch über die Linie zu schaffen.
Logisch, dass die schnelle Runde da misslingt. Schumacher startet noch hinter Unfall-Pilot Lance Stroll von Platz 20 – und ist angefressen.
Mick Schumacher erlebte in der Qualifikation zum Aserbaidschan-GP die nächste Schlappe.

"Das Qualifying spricht in dem Fall für sich", sagt er. "Das ist sehr enttäuschend. Wir hätten die Pace gehabt, um weiter vorne zu sein."
Stattdessen baut Teamkollege Kevin Magnussen seinen Vorsprung im teaminternen Duell auf 6:2 aus. Offenbar, weil wieder nicht alles glatt gelaufen ist bei Haas. Mick: "Wir sind reingekommen, um neue Reifen zu holen, und haben eine gute Runde weggeschmissen."
Dann greift der Deutsche tief in die Vergleichs-Schublade: "Baku ist chaotisch, da ist im Rennen was drin. Mein Papa hat es auch geschafft, von weit hinten nach vorne zu fahren. Ich denke, die Top Ten sind möglich."
Ein unrealistischer Vergleich, der dem jungen Schumacher mit schlechter Laune rausrutscht. "Ja, ich bin genervt", gibt er bei Sky zu, "weil die Situation doof ist, denn das Auto ist für mehr gut als den letzten Platz."
Der Vergleich mit seinem Vater steht ihm dennoch in der aktuellen Situation nicht gut. Meint auch sein Onkel Ralf bei Sky. „Michael hatte ein anderes Auto und ist – wenn – aus anderen Gründen von hinten gestartet.“

Von

Bianca Garloff