Ganz schön was los auf den Straßen Bakus! Nicht nur an der Spitze wird am Sonntag hart gekämpft, auch im Mittelfeld gibt es zahlreiche Duelle - von denen nicht wenige in der Wand enden! Die Aufreger im Überblick:

Ocon schimpft auf Räikkönen:

So bewirbt man sich für ein Mercedes-Stammcockpit! Gemeint ist nicht Esteban Ocons Abflug in Runde eins sondern seine anschließende Schimpftirade auf Kimi Räikkönen! „Er gehört nicht in einen Ferrari. Er hat gestern schon einen Fehler gemacht und heute wieder“, gehen mit Ocon die springenden Pferde durch. Harter Tobak von einem Youngster über einen Weltmeister.
Ocon
Esteban Ocon kam nicht weit: Aus schon in Runde eins
Auslöser für Ocons Kritik: In Kurve drei nach dem Start kollidieren die beiden: „Das war ein bescheuerter Angriff. Ich weiß nicht, was Kimi sich dabei gedacht hat und er weiß es wahrscheinlich auch nicht.“ Selbst, wenn würde es die Welt wohl nie erfahren, glaubt Ocon. „Kimi spricht ja nicht“, spottet der Franzose.
Ganz stimmt das nicht - denn Räikkönen kontert die Kritik: „Ich war innen und er ist voll in mein Auto reingezogen. Wahrscheinlich hat er mich nicht gesehen.“ Strafen gibt es keine, die Rennleitung wertet die Aktion als Rennunfall.

Alonso versteht die Gegner nicht

Nicht gut auf seine Kontrahenten zu sprechen ist in Baku auch Fernando Alonso. Der Spanier wird nach Kurve zwei von Sergey Sirokins Williams gegen die Mauer gedrückt - der Russe befindet sich seinerseits im Sandwich zwischen Alonso und Nico Hülkenberg. „Was für ein Idiot! Ich verstehe es wirklich nicht. Unglaublich, wie blöd man sein kann“, poltert Alonso am Funk. Später erklärt er: „Drei Autos nebeneinander und keiner gibt nach. Das Rennen hat 51 Runden, aber sie fahren sich lieber am Start in die Kiste als vom Gas zu gehen.“
Crash
Sirotkin traf im Notausgang von Turn drei auf Ocon
Glück im Unglück für Alonso: Trotz platter Reifen und einem frühen Stopp, kommt er durch das Safety-Car wieder ins Rennen. Am Ende wird der Spanier sogar noch Siebter. „Es war ein tolles Rennen, denn das Auto war schwer beschädigt, auch am Unterboden und diverse Aero-Teilen. Das Team hat danach viel mit der Strategie riskiert und ich auf der Strecke, die Punkte sind die Belohnung.“
Für Crash-Gegner Sirotkin kommt es hingegen knüppeldick: Nicht nur, dass der Russe seinen Williams schon in Kurve drei abstellen muss. Er kriegt auch noch drei Startplätze Strafe für das nächste Rennen und zwei Strafpunkte aufgebrummt. Jedoch nicht für den Alonso-Crash - sondern weil er vorher beim Anbremsen zu Kurve zwei schon Sergio Perez ins Heck gekachelt ist. Ganz schöne Ausbeute für so einen kurzen Nachmittag.

Gasly wütend auf Magnussen

Baku
Enge Kämpfe! Mittendrin: Gasly und Magnussen
Bei all dem Trubel etwas untergegangen: Aber Kevin Magnussen hat seinem Ruf als Bad Boy der Formel 1 mal wieder alle Ehre gemacht. Zehn Sekunden Strafe und zwei Strafpunkte für ein Gerangel mit Pierre Gasly. „Ich wollte ihn bei der ersten Safety-Car-Linie überholen und er hat mich einfach in die Wand geschoben“, lautet Gaslys Vorwurf.
Der Franzose ist stinksauer: „Kevin ist der gefährlichste Typ, gegen den ich je gefahren bin. Ich habe kein Problem mit harten Fahrern, aber das war weit über dem Limit.“ Eine Entschuldigung schlägt Gasly deshalb auch aus. „Das ist mir scheißegal. Man drückt niemanden bei 300 in die Mauer“, wütet der Franzose.

Oh la la - quel faux pas!

Haas
Ab in die Mauer: Grosjeans peinliches Missgeschick
Frust gibt es auch bei Landsmann Romain Grosjean. Wohl vor allem über sich selbst. Der Haas-Pilot bringt das Kunststück fertig, sein Auto beim Reifenaufwärmen hinter dem Safety-Car in der Wand zu versenken. Im ersten Schock über dein peinlichen Fauxpas beschuldigt er dann noch den hinter ihm fahrenden Marcus Ericsson. Doch die TV-Bilder zeigen gut: Vom Schweden war da weit und breit keine Spur...
Grosjean nach dem Rennen geknickt: „Die Reifen waren kalt. Ich wollte sie aufwärmen, bin aber versehentlich an einen Schalter am Lenkrad gekommen und habe ihn dabei um zwei Positionen verstellt. Dadurch hat die Hinterradbremse blockiert und ich bin abgeflogen.“ Zum Zeitpunkt seines Missgeschicks liegt Grosjean auf Rang sechs. „Es tut mir sehr leid für das Team, vielleicht hätten wir heute auch auf dem Podium stehen können, denn ich hatte davor ein tolles Duell mit (Sergio; d. Red.) Perez.“ Der Mexikaner wird am Ende bekanntlich Dritter.

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Hülkenberg vom Winde verweht

Renault
Weg das Heck: Der Hulk wird mit Baku nicht warm
Ein gutes Ergebnis wirft in Baku auch Nico Hülkenberg weg. Der Deutsche liegt auf Platz fünf, als er in Kurve vier mit dem Heck die Mauer touchiert. Schon letztes Jahr patzte der Hulk in Baku. Am Sonntag wurde Hülkenberg der Wind zum Verhängnis, wie er feststellt: „Der hat mich kalt erwischt. Es hat aber nicht viel gebraucht, um mich heute rauszubringen.“ Stimmt: Eine Runde vor dem Abflug schnauzt Hülkenberg extra noch seinen Ingenieur in bester Räikkönen-Manier an, ihn in Ruhe zu lassen. Gebracht hat's nicht viel...
Groß ist die Freude dagegen bei Teamkollege Carlos Sainz. Der Spanier, der zu Jahresbeginn deutlich von Hülkenberg gebügelt wurde, fährt als Fünfter sein bestes Saisonergebnis ein.

Leclerc Fahrer des Tages

Obwohl er einen Platz hinter Sainz landet, ist das Strahlen im Gesicht von Charles Leclerc noch größer. Rang sechs für den Rookie im Sauber - und das auf einer Power-Strecke wie Baku. „Es fühlt sich an wie ein Sieg! Ich bin auf Wolke sieben“, lacht der Ferrari-Junior, der sich mit seiner Leistung für höhere Aufgaben empfiehlt. Die Fans wählen Gasly sogar zum Fahrer des Tages. Und würdigen damit auch, dass zum erst zweiten Mal in der F1-Geschichte und erstmals seit 1950 ein Monegasse Punkte in der Königsklasse erzielt!

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