Formel 1: Monza-Technik im Detail
Ferraris flache Flügel unter der Lupe

Keine Strecke im Kalender ist in Sachen Topspeed so extrem wie Monza. Deswegen gehen auch die Teams bei der Technik extreme Wege.
- Frederik Hackbarth
Die Topspeed-Könige sind die Ferrari-Piloten schon dank ihres Motors. Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Monza werden traditionell aber auch die Flügel ganz flach gestellt, um möglichst wenig Luftwiderstand zu haben und noch bessere Spitzengeschwindigkeiten zu erzielen.
Ein Blick auf den Ferrari-Heckflügel im Freitagstraining zeigt: Die Scuderia hat das Hauptprofil des Flügels (s. Bild oben, rechter roter Pfeil) nochmal höher angesetzt als bei der Low-Downforce-Variante letzte Woche in Spa. Auch der Winkel des Flügels ist extrem flach. Obwohl Monza über einige Schikanen und Kurven verfügt, ist die geringe Downforce genug für die Strecke.

Wenig Luftwiderstand auch am Ferrari-Frontflügel
Wie detailliert die Teams an den Spezialpaketen für die Tempo-Strecke von Monza arbeiten, zeigt auch das Fehlen des T-Flügelchens am Ende der oberen Motorabdeckung (linker Pfeil oben). Zwar verbessert der T-Wing im Normalfall die Effizienz des Heckflügels. Weil aber auch er für ein bisschen Luftwiderstand sorgt, fällt er in Monza weg.
Der aerodynamische Kahlschlag macht natürlich auch vor der Frontpartie des Autos nicht Halt. Wie schon in Spa ist das oberste Element sehr schmal gehalten und tendiert vom Anstellwinkel nun schon fast gen null (s. Bild rechts im Artikel). Und selbst bei den Einlässen zur Bremsbelüftung wird auf eine reduzierte Variante gesetzt - alles für möglichst wenig Luftwiderstand.
Mehr Technikschnappschüsse aus Monza gibt es in der Galerie:
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