Formel 1: Motorproblem bei Hamilton
Wolff: „Ein Scheißergebnis für uns“

Gebrauchter Tag für Lewis Hamilton in Montreal. Lob gibt es indes für Valtteri Bottas von Vorgänger Nico Rosberg. Das war bei Mercedes los:
- Frederik Hackbarth
Nach Platz fünf und dem Verlust der WM-Führung hätten fast alle im Fahrerlager mit einem frustrierten Lewis Hamilton gerechnet. Doch der Brite tritt nach dem Kanada GP mit einem Lächeln vor die Presse.

Lewis Hamiltons Motor ließ nicht mehr als Rang fünf zu
„Das war das siebte Rennen des Motors, sein Lebenszyklus ist jetzt wirklich durch“, sagt Hamilton erleichtert. Für Mercedes-F1-Aufsichsrat Niki Lauda sind die alten Antriebseinheiten zumindest „teilweise“ der Grund, warum sich die Silberpfeile Ferrari in Kanada geschlagen geben müssen. „Wir konnten den neuen Motor noch nicht benutzen (ABMS berichtete; d. Red.). Ferraris Paket ist aber auch einfach unglaublich, ihr Auto fantastisch, genauso wie ihr Motor“, sagt Lauda.
Mercedes hingegen muss in Kanada am Rennende sogar Sprit sparen. „Das müssen wir uns im Vergleich zu Ferrari anschauen, sie konnten scheinbar die ganze Zeit Gas geben wie Hölle“, meint Lauda. „Wir müssen jetzt echt hart arbeiten“, fordert der Österreicher. Landsmann Toto Wolff ist nach Montreal jedenfalls bedient: „Das war ein Scheißergebnis für uns. Man muss es leider so klar sagen, denn eigentlich ist das hier eine starke Strecke für uns.“ Wolff weiter: „Wir hätten die Punkte maximieren müssen, stattdessen sind wir in allen Bereichen (hinter Ferrari; d. Red.) zurückgefallen.“
Der Grund: „Wir haben das ganze Wochenende über kleine Fehler gemacht. Das einzige Gefühl, das ich jetzt habe ist, dass wir aufwachen müssen“, fordert Wolff. Konsequenzen aus der Niederlage in Kanada sind für den Mercedes-Sportchef „unausweichlich - das werden wir aber intern diskutieren“. Das Licht am Horizont: Die Silberpfeile rechnen weiter fest damit, dass die neue Motorausbaustufe der Stuttgarter beim nächsten Rennen in Frankreich gezündet werden kann.

Valtteri Bottas durfte sich am Podium über P2 freuen
Was dem Deutschen auch imponiert hat: „Heute hat er am Start gegen Max (Verstappen; d. Red) endlich mal Ellenbogen gezeigt. Das war cool, da haben wir bei ihm doch alle mal drauf gewartet!“
Was sagt Bottas selbst zu Rang zwei? Der Finne: „Das war das Maximum. Ferrari war heute ab Runde eins ein bisschen schneller, sie haben das Rennen kontrolliert. Gestern im Qualifying ging es nur um Hundertstel. Von der Pole wäre es vielleicht anders gelaufen. Aber von Startplatz zwei aus war nicht mehr drin. Ich habe am Ende noch mal gepusht, aber dann ist der Sprit wenig geworden. Deswegen ist Max auch nochmal rangekommen.“
Service-Links

















