Formel 1: Nach Schubserei gegen Ocon
Verstappen: „Sind keine Roboter“

Wiedersehen der Streithähne von Sao Paulo: Max Verstappen und Esteban Ocon äußern sich zu ihrem Disput. Sebastian Vettel findet Emotionen gut.
- Frederik Hackbarth
Beim letzten Rennen in Brasilien war es der große Aufreger: Max Verstappens Crash mit dem Überrundeten Esteban Ocon - und die anschließende Schubserei gegen den Franzosen nach Rennende. Vor dem Formel-1-Finale in Abu Dhabi ließ es sich die FIA nicht nehmen, die beiden Streithähne bei der offiziellen PK an einen Tisch zu setzen.

Verstappen und Ocon gerieten zuletzt aneinander
Worte wie diese, vielleicht sogar eine Entschuldigung, hatte Verstappen auch beim Wiegen nach dem Rennen erwartet. Er bekam jedoch etwas anderes: „Etwas, das ich nicht zu hören erwartet hatte“, verrät Verstappen. „Es ist jetzt auch egal, was es war. Es hat mich einfach verärgert, anders als es eine ehrliche Entschuldigung getan hätte. Aber direkt nach dem Rennen steckt man noch voller Adrenalin. Deswegen gibt man vielleicht nicht die richtige Antwort.“Für Sebastian Vettel, der in der PK zwischen Ocon und Verstappen sitzt, gehören Emotionen wie die kleine Rangelei in Sao Paulo dazu. „Es ist diese Leidenschaft, die bei allen von uns mitfährt, die uns dorthin gebracht hat, wo wir heute sind. Man kann nicht davon ausgehen, dass sich dieses Pendel nur in eine Richtung bewegt sondern es schwingt in beide Seiten“, erklärt Vettel. Dass die Emotionen auch mal rauskommen, findet der Ferrari-Star gut. „Ich bin der Überzeugung, dass es falsch wäre, sich zu verstellen.“

Hat seine eigene Meinung zur Starfe durch die FIA
Die öffentliche Bewertung seines Ausrasters empfindet er als aufgebauscht. „Ich war eigentlich recht ruhig. Es hätte doch viel schlimmer sein können. Was wird denn von mir erwartet? Dass ich ihm die Hand schüttle und mich bedanke, dass ich Zweiter bin statt Erster? Ich denke, meine Reaktion war ziemlich normal und so eine Schubserei passiert in jedem Sport mal. Ich habe es vor ein paar Tagen erst wieder beim Fußball gesehen.“
Wie Verstappens Strafe genau aussehen wird, weiß der Holländer selbst noch nicht: „Das werden wir zwischen der FIA und dem Team diskutieren, da gibt es sicher eine Lösung.“
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