Ein intensiver Sonntag erwartet die Formel 1 in São Paulo: Nachdem das Qualifying am Samstag wegen starker Regenfälle abgesagt werden musste, wird es am Sonntagmorgen um 7:30 Uhr Ortszeit (11:30 Uhr MEZ, live auf Sky) nachgeholt. Nur fünf Stunden später folgt bereits der Start des Großen Preises von Brasilien um 16:30 Uhr MEZ, der um anderthalb Stunden vorgezogen wurde, um einer neuen Regenfront am Nachmittag zuvorzukommen.
Nach seinem Sieg im Sprintrennen hat Lando Norris eine weitere Chance, den Punkteabstand zu WM-Spitzenreiter Max Verstappen zu verringern. Verstappen fiel im Sprint aufgrund einer Fünf-Sekunden-Strafe auf Platz vier zurück. Vor diesem viertletzten Rennen der Saison führt Verstappen die WM mit 44 Punkten Vorsprung vor Norris an.
Klar ist jedoch, dass Verstappen in São Paulo von weiter hinten starten muss. Wegen eines neuen Motors wird der Red-Bull-Pilot fünf Plätze in der Startaufstellung zurückversetzt und wird daher nicht aus einer der ersten beiden Reihen ins Rennen gehen.

Qualifying auf Sonntag verschoben

Das für Samstagnachmittag geplante Qualifying zum Großen Preis von Brasilien fiel buchstäblich ins Wasser. Starke Regenfälle sorgten dafür, dass der Start der ursprünglich um 19 Uhr deutscher Zeit angesetzten Session immer wieder verschoben wurde, bis schließlich klar war: Am Samstag geht nichts mehr.
Die Rennleitung versuchte mehrfach, das Qualifying zeitlich nach hinten zu verlegen und gab im 15-Minuten-Takt neue Startzeiten bekannt. Doch am Ende mussten die Verantwortlichen einsehen, dass die Wetterlage keine Austragung zuließ.
Um 16:45 Uhr Ortszeit (20:45 Uhr deutscher Zeit) kam die endgültige Absage: Das Qualifying wird auf Sonntagmorgen verlegt. Ein vergleichbares Szenario gab es zuletzt 2019 in Suzuka, als ein Taifun das Qualifying in Japan auf den Rennsonntag verschob.
Wegen heftiger Regenfälle musste das Qualifying zum GP Brasilien auf Sonntag verschoben werden.
Bild: F1 / X
Während der Sprint am Vortag noch bei trockenen Bedingungen stattfinden konnte, machte der Regen beim Autodromo Jose Carlos Pace jede weitere Session unmöglich.
Safetycar-Fahrer Bernd Mayländer bei Sky: „Es war hier wirklich sehr heftig. Die Bedingungen haben uns keine Wahl gelassen.“ Immer wieder kündigte sich neue Regenfront an, die die Strecke innerhalb kurzer Zeit wieder unbefahrbar machte. „Das Zeitfenster für die Qualifikation ist einfach viel zu klein,“ so Mayländer. Dazu kam: Auch der Rettungshubschrauber konnte unter diesen Bedingungen nicht starten.
Das Problem: Auch für den Sonntag sind Regenfälle vorhergesagt. Zum Problem könnte dann auch der neue Asphalt werden, in dem noch viel Öl steckt: "Bei starkem Regen kann dieses Öl aus dem Asphalt austreten", erklärt Pirelli-Chefingenieur Simone Berra. "Das kann während des Rennens einige rutschige Situationen schaffen."
Sollte kein Qualifying durchführbar sein, entscheidet das Ergebnis des ersten freien Trainings über die Startaufstellung zum GP. Da wurde Lando Norris (McLaren) Erster und Max Verstappen (Red Bull) 15.