Alfa Romeo ist zurück in der Formel 1 – als Titelsponsor von Sauber. Die Italiener bauen weder Chassis noch Motoren. Im Heck der Sauber-Flitzer dröhnt 2018 ein Ferrari-Motor. Trotzdem bekommt Alfa Romeo als Namensgeber des Schweizer Rennstalls mediale Aufmerksamkeit. Das könnte Schule machen.
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Gerüchten zu Folge erwägt Fiat-Präsident Sergio Marchionne, der mit Ferrari und Alfa Romeo nun schon zwei Marken in der Formel 1 vertritt, eine ähnliche Zusammenarbeit zwischen Maserati und dem amerikanischen Haas-Team. So gibt er zu: „Wir werden es sehen. Die Zeit wird es zeigen. Wir denken darüber nach, aber noch ist keine Entscheidung gefallen.“
Haas
Arbeitet das Haas-Team bald mit Maserati zusammen?
Auch wenn ein Hersteller weder Auto noch Motor baut, selbst als Sponsor ist die Formel 1 teuer. Noch ein Gegenargument: Maserati steht bestens da. Allein 2016 verkaufte die Edelmarke 42.000 Autos. Zum Vergleich: Bei Ferrari liefen nur 8000 Fahrzeuge über das Fließband.
In der Formel 1 war Maserati als Werksteam bis 1957 engagiert, gewann neun Rennen und mit Juan-Manuel Fangio zwei WM-Titel. Als Motorhersteller war Maserati noch bis 1969 dabei, siegte bei zwei weiteren Grand Prix. 
Neben der Formel 1 ist auch die Formel E eine Option für Maserati. Marchionne: „Wir beobachten die Formel E und schauen sie uns genau an.“ Doch Serienchef Alejandro Agag gesteht: „Ich habe noch nicht mit Herrn Marchionne gesprochen.“ Aber: „Ich würde sein Unternehmen sehr gerne in der Formel E willkommen heißen, wenn die Zeit dafür gekommen ist.“