Formel 1: Neuer Kurs in Baku
Ein Tiefpunkt für die Königsklasse

Zwischen Burgmauern, Uferpromenade und Regierungsgebäuden: Die Formel 1 gibt am Wochenende erstmals in Baku Gas. ABMS stellt die neue Strecke vor.
Bild: Baku City Circuit
- Frederik Hackbarth
Wie eine Mischung zwischen den alten Straßenkursen in den USA Ende der Achtziger, dem Bentonmauern-Kanal in den Straßen von Valencia, wo die Königsklasse bis vor wenigen Jahren fuhr, und dem Sotschi-Autodrom beim Russland GP kommt sie daher: Die neue Formel-1-Strecke in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, wo die Formel 1 am Wochenende erstmals gastiert. Um 15.00 Uhr deutscher Zeit sind Rosberg, Vettel und Co. am Sonntag gefordert, dann machen sie den Sieger beim Europa GP aus.

Wie in der Formel E: In Baku gibt es ganz enge Stellen
Wenige Zuschauerplätze vor Ort
Diffizil wird bei der richtigen Abstimmung dann der Kontrast zu den engen und langsamen Ecken: Immerhin acht Rechts- und zwölf Linkskurven müssen die Piloten durchfahren – und das am Sonntag ganze 51 Mal. „Ich denke, das ist eine coole Strecke. Es gibt einige Hochgeschwindigkeits-Abschnitte, etwas Besonderes für einen Stadtkurs, und viele Möglichkeiten zum Überholen“, sagt Renault-Pilot Jolyon Palmer. Williams' Felipe Massa fügt hinzu: „Für mich sieht die Strecke aus wie eine Mischung aus Monaco und Singapur.“Die Fahrer freuen sich also auf die neuste Herausforderung aus der Feder des bekannten Aachener Streckenarchitekten Hermann Tilke, der auf Vorgabe der Regierung möglichst viele Sehenswürdigkeiten Bakus in den Kurs integriert hat. Im Fernsehen will man so Touristen anlocken – vor Ort allerdings sorgt diese Begebenheit mit gerade einmal 30.000 Plätzen an der Strecke, der geringsten Kapazität aller aktuellen Austragungsorte, für ein ungewohntes Bild. Immerhin: Ein volles Haus ist so wohl garantiert...

Schöne Aussicht: Optisch macht Baku einiges her
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