Nico Rosberg hat mit seinem Team RXR die Extreme E 2023 gegen die Mannschaft X44 von Lewis Hamilton verloren. Trotzdem sieht er die Serie selbst als Gewinner: „Ich bin optimistisch, weil ich sehe, wie viel Aufmerksamkeit das Thema überall bekommt, und wie andere Sportarten dem Beispiel der Extreme E folgen“, sagt der Deutsche Ex-Formel-1-Star bei Forbes.
Rosberg weiter: „Die Formel 1 setzt sich immer stärker für Nachhaltigkeit ein. Sogar im Fußball sehen wir, wie die Stadien mit Solaranlagen und Batterien ausgestattet werden, um die Spiele mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Wir sind Vorreiter und zeigen mit der Extreme E, dass es möglich ist.“ Die Serie fährt mit Elektro-SUV überall dort, wo unser Planet vom Klimawandel betroffen ist und setzt sich so für mehr Umweltschutz ein.
Nico Rosberg glaubt nicht an die technologische Vorreiterrolle der Königsklasse.

Für Rosberg ist Elektro die Zukunft der Mobilität – deshalb hat er für die Formel 1 auch ein paar warnende Worte parat, die ab 2026 auf Hybridmotoren mit synthetischem Sprit setzt. Rosberg: „Für die Formel 1 ist das großartig, weil es sie CO2-neutral macht. Aber sie muss auch technologisch relevant bleiben, und da bin ich mir nicht sicher, ob das zielführend ist“, legt der Champion von 2026 seinen Finger in die Wunde. „Im Moment sieht es nicht so aus, als ob sich synthetische Kraftstoffe aufgrund der Kosten und der Knappheit erneuerbarer Energien durchsetzen könnten.“
Doch der Königsklasse bleibt aktuell nichts anderes übrig, als weiter an Verbrennungsmotoren gepaart mit Elektropower festzuhalten. Noch gibt es keine Batterien, die 300 Kilometer lang rund 1000 PS liefern können.
Deshalb – so räumt auch Rosberg ein, hat „für die Formel 1 die CO2-Neutralität auf jeden Fall höchste Priorität, und synthetische Kraftstoffe sind ein guter Weg dorthin.“
Allein: Für das Technologielabor Formel 1 bleiben sie ein Kompromiss.

Von

Bianca Garloff