Formel 1: Die wichtigsten Hersteller in der Geschichte

Formel 1: Pannenstatistik

So zuverlässig war die F1 noch nie!

Der Österreich-GP ging ohne Ausfälle über die Bühne. Das gab es schon mal. Trotzdem ist die Formel 1 nie zuverlässiger gewesen als 2019.
Können Sie sich noch an den Spanien-GP 2001 erinnern? Mika Häkkinen führte damals das Rennen an, dann verabschiedete sich die Kupplung seines McLaren-Mercedes in einer spektakulären Rauchwolke. Häkkinen schied aus, Michael Schumacher gewann. Das passierte alles in der letzten Runde.
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Nicht umsonst hieß es jahrelang: Führt eine Fußball-Mannschaft 20 Minuten vor Spielende 4:0, ist das Spiel gelaufen. Aber in der Formel 1 konnte immer und jeder Zeit noch etwas passieren. Die Spannung, das Prickeln – es lag immer in der Luft.
Doch inzwischen laufen die Formel-1-Autos wie Schweizer Uhrwerke. Beim Österreich-GP blieb gar kein Auto liegen, davor in Frankreich nur der Haas-Ferrari von Romain Grosjean. Die letzten vier Rennen brachten gerade Mal vier Ausfälle. Insgesamt schieden 2019 bisher 16 Autos vorzeitig aus – das macht eine Ausfallquote von 8,89%.
Zum Vergleich: 2018 waren es nach neun Rennen (dieselben neun wie auch 2019) 32 Autos, also doppelt so viele. Neun der 16 Ausfälle gingen zudem auf Unfälle zurück. Nur sieben Mal streikte die Technik.
Noch nie war die Technik in der Formel 1 so zuverlässig. Bisher reicht der Rekord ins Jahr 2013 zurück (Ausfallquote von 15,8%). Dann kamen 2014 die neuen 1,6-Liter-V6-Turbo-Hybridmotoren und die Zuverlässigkeit brach etwas ein. Ist aber seit Jahren wieder auf dem Weg der Besserung: 2016 betrug die Ausfallquote 24,7%, 2017 noch 21,25%, im Vorjahr nur noch 19,52%.

Einziger Ausfall der Top 5 bisher 2019: Charles Leclerc in Monaco

Die pannenreichsten Jahre waren die 80er: 1984 führt die Tabelle an, mit einer Ausfallquote von 63,5%. Pro Rennen schieden damals im Schnitt 16,3 Autos aus. Umgerechnet auf das Starterfeld von heute (20 Fahrzeuge) würden nur drei bis vier Wagen pro Grand Prix überhaupt die Zielflagge sehen. 1986 und 1987 belegen mit fast 58%-Ausfallquote die Plätze zwei und drei.
Einerseits ist es gut, dass die Zuverlässigkeit steigt. Für Fahrer ist es einfach fairer. Wer will schon den WM-Titel verlieren, weil sein Auto drei Mal, das des Gegners aber nur zwei Mal liegen geblieben ist. Um Fairness zu schaffen, gab es früher sogar Streichresultate. Es zählten für die WM nur eine bestimmte Anzahl an Rennen pro Saison, die schlechtesten Ergebnisse wurden gestrichen. Ausfälle taten daher nicht so weh.
Auf der anderen Seite ist die gute Pannenstatistik der Formel 1 schlecht. Sie raubt dem Sport die Spannung. In den ersten neun Rennen kamen acht Mal dieselben fünf Fahrer auf den ersten fünf Plätzen ins Ziel. Mittelfeldteams können nicht mehr abstauben und Highlights setzen, wenn die großen Rennställe mal straucheln.
Wie lässt sich das ändern? Technisch ist das durchaus komplex. Heute gibt es viel bessere Qualitäts- und Zuverlässigkeitsprüfungen als in den 80er Jahren. Selbst wenn das Reglement nicht wie heute auf Zuverlässigkeit getrimmt wäre (viele Teile müssen öfter als nur ein Rennen zum Einsatz kommen), würde sich daher eine Ausfallquote wie 1984 nicht mehr wiederholen.
Es würde aber schon helfen, Fahrfehler wieder mehr zu bestrafen. Kiesbetten statt asphaltierter Auslaufzonen würden die Zahl der Ausfälle wieder ansteigen lassen.

Formel 1: Die wichtigsten Hersteller in der Geschichte

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Fotos: Hersteller

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