25 Jahre ist es her, dass Michael Schumacher in Belgien seinen ersten Grand Prix gewann. Es folgten noch 90 weitere, dazu sieben WM-Titel und diverse andere Bestmarken, die noch heute Bestand haben. Schumi – er ist der erfolgreichste Formel-1-Fahrer aller Zeiten. Vor 26 Jahren gab er sein Debüt, das einer der erfolglosesten Piloten fast verhindert hätte: Philippe Adams.
Michael Schumacher
Eddie Jordan und Michael Schumacher hätten beinahe nichts zu lachen gehabt
Die Statistik des Belgiers ist bedeutungslos: zwei Rennen im Jahr 1994, ein Ausfall, einmal 16, die meiste Zeit überfordert mit dem Auto. Die größte Geschichte von Philippe Adams trug sich aber drei Jahre vor seinen F1-Auftritten zu. Beim Belgien-GP 1991 soll Michael Schumacher sein erstes Formel-1-Rennen fahren. Er springt bei Jordan-Ford für den im Gefängnis sitzenden Bertrand Gachot ein. Doch sein Jordan-Team hat Probleme: Im Winter hatte Teamchef Eddie Jordan ein Formel-3000-Cockpit Adams versprochen – für etwas mehr als 100.000 Dollar. Adams zahlte, aber gefahren sind schließlich Damon Hill und Vincenzo Sospiri.
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Bei Adams Heimrennen in Belgien lässt er schließlich die Ordnungshüter auf Jordan los: Die Polizei beschlagnahmt einen Großteil des Materials, die Teilnahme am Rennen und damit Schumis  Debüt stehen auf wackligen Beinen. Bis Formel-1-Boss Bernie Ecclestone das Scheckheft zückt und Jordans Schulden bei Adams begleicht.
Heute ist Adams ein erfolgreicher Seat-Händler in Frankreich. Und er blickt stolz auf seine Formel-1-Vergangenheit zurück: „Ich hatte keine Probleme mit der Leistung des Autos. Was ich am schwierigsten fand: Das Limit des Autos zu finden. Wann muss ich bremsen, wann schalten.“