Nun ist es offiziell! Ferrari hat eine nochmalige Begutachtung der Strafe von Sebastian Vettel beim Großen Preis von Kanada beantragt.
Möglich macht's das sogenannte "Right for review", das Recht der Revision. Dies ist in Artikel 14.1.1. des Internationalen Sporting Codes geregelt. 
Das besagt: Bringt die Scuderia neue Belege, die Vettels Unschuld beweisen, müssen die Rennkommissare erneut beraten. Dieser Weg hat mehr Aussicht auf Erfolg als ein Protest gegen eine Tatsachenentscheidung.
Das sagt Jean Todt über die Vettel-Strafe: Hier klicken 
Ferrari hat bereits vergangene Woche via Teamchef Mattia Binotto ausrichten lassen: „Nach dem Studium aller Bilder und Daten, die wir zur Verfügung haben, sind wir überzeugt davon, dass Sebastian nichts falsch gemacht hat. Er hat einen Fehler gemacht, aber er hat nur versucht, das Auto zurück auf die Strecke zu bringen. Er ist vom Gas gegangen und hat das Auto sicher zurück auf die Piste gesteuert.“ 
Für das Erbringen neuer Beweise bleibt Ferrari bis zum Großen Preis von Frankreich in Le Castellet. Theoretisch könnten die Stewards in Le Castellet den Fall dann neu bewerten. Das müssen laut Regelwerk nicht die Kommissare aus Kanada sein. Allerdings muss die Revision zunächst einmal von der FIA zugelassen werden.
Der Deutsche Gerd Ennser, der in Montreal neben Ex-Le-Mans-Sieger Emanuele Pirro einer der vier Stewards war, hatte zuletzt gesagt: "Der Fünf-Sekunden-Zeitzuschlag für Sebastian Vettel ist die geringste Strafe, die für solch ein Vergehen ausgesprochen werden kann. Demnach seien auch "zehn beziehungsweise 20 Sekunden oder eine Stop-and-Go-Strafe möglich gewesen."
Pirro ergänzte bei FormulaPassion: "Als Fan des Racings und vor allem von Ferrari war ich natürlich auch nicht glücklich darüber, wie dieses Rennen ausging. Aber wie man vielleicht verstehen kann, muss man sich vor allem sportlich integer handeln." Er betont zudem: "Die Welt hat sich geändert und somit auch die rennen. In der Vergangenheit wurden viele Schlachten im Sinne der Sicherheit geschlagen. Und das wirkt sich heute auf die Rennen aus."
 
Über die Strafe von Sebastian Vettel und sein Emotionsausbruch sprechen wir auch in einer neuen Folge des Podcasts „Stracke an der Strecke“.
Formel-1-Reporterin Inga Stracke diskutiert mit Sky-Kommentator Sascha Roos und ABMS-Redaktionsleiterin Bianca Garloff über den Schildertausch und den verlorenen Sieg von Montreal.
Hockenheimring-Chef Georg Seiler spricht über den bevorstehenden Großen Preis von Deutschland in Hockenheim. Dazu gibt’s was zu gewinnen!
Einfach reinhören!

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