Die besten Bilder aus Austin

Formel 1: Podium futsch! Verstappen „beraubt“

Red Bull poltert gegen FIA

Aufregung um Max Verstappen: Der Holländer verliert Platz drei in Austin nach einer Strafe. Den Red-Bull-Verantwortlichen platzt daraufhin der Kragen.
Mit ihm hat Max Verstappen wohl nicht mehr gerechnet: Im Hinterzimmer des Podiums steht auf einmal Kimi Räikkönen neben dem Holländer! Diesen hatte der Red-Bull-Shootingstar wenige Minuten zuvor in der letzten Rennrunde in Austin für Platz drei überholt. Die Regelhüter brummen Verstappen nach der Zieldurchfahrt aber fünf Strafsekunden auf, weil er beim Manöver mit allen vier Rädern neben der Strecke ist (s. Bild oben). In der offiziellen Begründung und einem Videostudium nach dem GP verweisen die Rennkommissare darauf, dass Verstappen während des Manövers in Kurve 17 eineinhalb Meter neben der Pistenbegrenzung abkürzte. 

Hier erfährt Verstappen, dass er nicht Dritter ist

Die Folge: Der Holländer verliert Platz drei wieder an Räikkönen und wird von der Siegerzeremonie abbeordert - eine Kuriosität, die Verstappen schon aus Mexiko im letzten Jahr kennt und die er zunächst mit einem Schmunzeln quittiert.
Anschließend gehen die Wogen hoch bei Red Bull: „Mit diesen bescheuerten Entscheidungen killt man die Formel 1“, wettert Verstappen. „Jeder konnte das ganze Wochenende fahren, wo er wollte - in Kurve neun, in Kurve 19. Bottas ist beim Duell gegen mich im Rennen zum Beispiel auch neben der Strecke weitergefahren, dafür gab es nichts. Wenn, müssen die gleichen Regeln für alle gelten.“ Wenig später twittert Verstappen: „Ich fühle mich beraubt!“ Auch Papa Jos Verstappen platzt zu Hause in Holland der Kragen. Er schreibt: „Das ist Bullshit. Sorry, aber das stinkt. Schämt Euch, FIA!“ Dann legt er mit einem Foto nach, das die FIA als „Ferrari International Assistance“ brandmarkt.

Auch Helmut Marko war stocksauer über die Strafe

Auch Red-Bull-Chefberater Helmut Marko schimpft: „Solche Entscheidungen zerstören den Sport! Es war ein sensationelles Manöver von Max und die Stewards waren die gleichen, die das Desaster letztes Jahr in Mexiko verursacht haben! Bei dem Theater war Max am Ende mal Dritter, mal Vierter und mal Fünfter.“ Red Bull nimmt die Rennkommissare Gary Connelly, Radowan Novak und Fahrer-Steward Mika Salo, seines Zeichens Finne und Ex-Ferrari-Pilot, unter Beschuss.
Marko weiter: „Wenn man Paragraphen reiten will, gratuliere. Bestens gelungen!“ Der Österreicher, selbst Ex-Rennfahrer, erklärt: „Das ist eine ganz normale Rennsituation. Wir wollen ja spannende Rennen - wenn nicht, können wir gleich Playstation spielen!“ Red Bulls Teamchef Christian Horner fordert, die ständig wechselnden Stewards von permanenten Kommissaren ablösen zu lassen: „Die Entscheidungen müssen nachvollziehbar sein. Sonst fragt sich jeder, warum so entschieden wurde.“

Verstappen setzt zum Manöver gegen Räikkönen an

Unterstützung erhält Red Bull selbst von der Konkurrenz. Niki Lauda von Mercedes verteidigt Verstappen: „Das ist eine Sauerei! Max hat nichts gemacht. Lasst die Rennfahrer Rennfahrer sein und mischt euch nicht ein.“ Nur wenn es gefährlich wird, sollen die Rennkommissare eingreifen, so Lauda. „Deshalb verstehe ich nicht, dass wir in die Steinzeit zurückgefallen sind. Das kann man ja auch der Außenwelt nicht verkaufen. Jeder, der vorm Fernseher sitzt, greift sich an den Kopf.“
Auch Verstappen glaubt: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sowas den Fans gefällt.“ Die wählen ihn für seine tolle Aufholjagd vom 16. Platz in Austin am Sonntag zum Fahrer des Tages - trotz der Strafe.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / Sky Sports F1

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