Formel 1: Poker vor dem Ende
Formel 1 nur noch im Bezahlfernsehen?

Nach der Champions League droht auch die wichtigste Motorsport-Serie hinter einer Bezahlschranke zu verschwinden: Der neue F1-Besitzer will mehr Geld.
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- dpa
Der Poker um die TV-Rechte der Formel 1 geht auf die Zielgrade und könnte für die deutschen Motorsport-Fans teuer werden. Am Freitag endet nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Ausschreibung. Das US-Unternehmen Liberty Media hat den deutschen Medienunternehmen mehrere Modelle angeboten, darunter soll auch ein reines Pay-TV-Angebot sein.
Bisher sind die deutschen Formel-1-Fans verwöhnt. Bis zum Ende der Saison zeigt RTL alle Rennen im frei zu empfangenden Fernsehen. In Ländern wie Großbritannien sieht das anders aus, dort werden von 2019 an die Formel-1-Übertragungen fünf Jahre lang ausschließlich gegen Bezahlung bei Sky laufen. Es war einer der letzten Deals von Bernie Ecclestone - mit dem die neuen Besitzer nicht sonderlich glücklich sind. Seitdem der US-Unternehmer John Malone mit Liberty Media die Formel 1 übernommen hat, werden die Karten auch beim Medienrechte-Poker neu gemischt.

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Dass RTL gern weiterhin die Formel 1 zeigen würde, steht außer Frage. Sportchef Manfred Loppe sagte der dpa: „Wir leben und lieben die Formel 1! Das wollen wir auch in den nächsten Jahren mit vielen Millionen Fans teilen.“ Seit 26 Jahren zeigt der Privatsender in Deutschland die Rennen, zuletzt wieder mit leicht steigenden Quoten. Andere Free-TV-Sender kommen kaum in Frage. ARD und ZDF haben dem Vernehmen nach wenig Interesse. ProSieben-Sat.1-Boss Thomas Ebeling hatte im vergangenen Jahr gesagt, dass teure Sportrechte „sehr unwirtschaftlich“ seien.

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Für DAZN-Boss James Rushton ist klar: „Die Formel1 ist immer sehr interessant.“ Sein Unternehmen bietet trotz des jüngsten Fußball-Deals auch bei der Formel 1 mit. In Japan zeigt der in Deutschland seit einem Jahr aktive Streamingdienst bereits Rennen. Eurosport könnte sowohl Pay- als auch Free-Berichterstattung auf eigenen Plattformen anbieten und hat einen Wettbewerbsvorteil: Der Mutterkonzern Discovery gehört ebenso zum Firmen-Imperium von John Malone wie der neue Formel-1-Besitzer Liberty Media.
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