Formel 1: Qualifying disqualifiziert
Alle Formate der Geschichte

Die Formel 1 erlebte in ihrer Geschichte schon diverse verschiedene Qualifying-Formate. Der Versuch beim Australien GP war nicht der einzige gescheiterte.
Bild: Picture-Alliance / Getty Images
- Michael Zeitler
Nach dem Qualifying-Desaster von Melbourne kehrt die Königsklasse in Bahrain aller Voraussicht nach zum ursprünglichen Modus des Vorjahres zurück. Über eine bessere Version des Eliminierungs-Systems wollen die Macher dennoch weiter nachdenken. Heute kaum vorstellbar: In den ersten Jahrzehnten des GP-Sports gab es gar kein Qualifying! Der einfache Grund: Die Autos gingen nicht gleichzeitig, sondern zeitversetzt nach einigen Sekunden auf die Bahn (Sekunden, die sie freilich wieder gutgeschrieben bekommen haben). Erst beim Großen Preis von Frankreich 1922 gab es den ersten Massenstart. Die Reihenfolge wurde aber noch per Los bestimmt.
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Premiere dann beim Monaco GP 1934: Die Zeiten des Trainings werden als Reihenfolge für die Startpositionen festgelegt. Die Idee eines Qualifyingtrainings war geboren. Doch die Abläufe und Regeln dieses Qualis wurden über die Jahre mehrfach geändert.Das Langzeit-Quali: Von 1950 bis 2002 überlebte ein einziges Format: Am Freitag und Samstag gab es jeweils eine einstündige Qualisession, die insgesamt schnellste Zeit eines Fahrers wurde für die Erstellung der Startaufstellung herangezogen. Anpassungen gab es nur wenige. Zum Beispiel die Messmethode: Bis Ende der 50er Jahre wurde nur auf die Zehntelsekunde gestoppt, bis 1980 auf die Hundertstel, seit 1981 sogar auf die Tausendstel. Ab den 80er Jahren wurde außerdem die Anzahl der erlaubten Runden pro Fahrer und Sitzung auf zwölf beschränkt. Ab 1996 fiel außerdem das erste Qualifying am Freitag weg, jetzt gab es nur noch die einstündige Sitzung am Samstag.
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