Formel 1: Red Bull bekämpft Power-Defizit
Regen bremst neuen Heckflügel aus

Red Bull bekämpft das Power-Defizit des Renault-Motors in Spa mit extremer Heckflügelvariante - im Regen-Qualifying wird das zum Bumerang.
- Frederik Hackbarth
Nur die Plätze sieben und acht für Red Bull im Spa-Qualifying. Für Ex-F1-Pilot und Sky-Experte Anthony Davidson ist der Grund dafür schnell ausgemacht: „Klar, dass der Red Bull mit dem dünnen Heckflügelchen und der niedrigen Downforce im Regen nicht funktioniert“, sagt der Brite nach der kalten Dusche für Max Verstappen und Daniel Ricciardo.
Red Bull hat nach Spa eine neue Heckflügelkonfiguration mitgebracht - mit der will das Team irgendwie dem Power-Nachteil, verursacht durch den schwachbrüstigen Renault-Motor, Herr werden. Teamchef Christian Horner: „Spa und Monza sind für uns mit den langen Geraden die größte Herausforderung im Kalender.“ Sehr wahrscheinlich also, dass der reduzierte Heckflügel auch kommende Woche beim Italien GP im Einsatz sein wird.

Bei der puren Power hat Red Bull weiter keine Chance
Allein: Dem Regen im Qualifying ist das Team mit dieser Heckflügelvariante hilflos ausgeliefert. Warum hat Red Bull trotz des schlechten Wetterberichts darauf gesetzt? „Wir haben das Auto fürs Trockene abgestimmt, weil es morgen trocken sein wird“, verrät Max Verstappen. „Im Rennen wird das Auto besser performen. Vielleicht nicht schnell genug für Mercedes oder Ferrari, aber wir werden wieder hinter ihnen sein.“
Am Samstag müssen die Red-Bull-Piloten beiden Force Indias und auch Haas-Fahrer Romain Grosjean den Vortritt lassen.
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