Formel 1: Red-Bull-Duell eskaliert
„Sie haben es versaut!“

Ein Crash mit Ansage: Verstappen und Ricciardo bekriegen sich in Baku rundenlang - schließlich landen beide Red Bulls im Aus. Rüge von den Chefs!
- Ralf Bach
- Bianca Garloff
- Frederik Hackbarth
Da hatte sogar Niki Lauda Mitleid. Mit „armer Doktor“ herzte der Mercedes-F1-Aufsichtsrat seinen alten Freund, Red Bull-Sportchef Helmut Marko, nach dem Großen Preis von Aserbaidschan und dem Crash der beiden Red-Bull-Piloten in Runde 40. Lauda weiß, wovon er spricht. Auch der dreimalige Weltmeister musste mehrfach schon Zusammenstöße zwischen seinen Fahrern Nico Rosberg und Lewis Hamilton erklären.

Bei Red Bull fliegen in Baku die Funken und die Fetzen
Eine Szenario, das stark an 2010 erinnert. Marko schon wieder positiv zu ABMS: „Damals hatten wir in der Türkei ähnliche Probleme mit Mark Webber und Sebastian Vettel und haben sie auch in Griff bekommen.“ Vettel und Webber trafen sich nach ihrem Crash in Milton Keynes zur Aussprache und mussten sich die Hände schütteln. Allein: Freunde wurden sie danach nicht mehr. Für Marko steht jedenfalls fest: „Ich habe die Verantwortung für 900 Leute. Wir werden uns jetzt etwas einfallen lassen müssen.“

Verstappen und Ricciardo schenken sich gar nichts
Runtergekühlt, das sind der Holländer und der Australier aber erst nach dem Grand Prix. Horner verrät. „Wir haben sie daran erinnert, dass sie Teil eines Teams sind und viel Geld kassieren, damit sie für die Interessen des Teams einstehen und nicht für ihre. Beide sind im Moment relativ kleinlaut, das kann man an ihrer Körpersprache sehen.“

Vermeidbar: Der großen Bullen-Crash in Runde 40
Fakt ist aber auch: Verstappen fährt im Duell Zickzack. Das hatte ihm schon 2016 scharfe Kritik der Kollegen eingebracht. Deshalb ist er laut Ex-Pilot und Direktor der Fahrergewerkschaft, Alex Wurz, auch zu 70 Prozent Schuld. Der Österreicher: „Er wechselt mal wieder beim Bremsen die Linie.“

Frust pur: Die Red-Bull-Stars am Streckenrand
Zwar erhalten beide Piloten eine Verwarnung, von mehr lässt die Rennleitung aber ab - der Crash und das Doppel-Aus für Red Bull sind nach Meinung der Regelhüter Strafe genug.
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