Formel 1: Red Bull greift an
Punktbestes Team in Singapur

Red Bull hat sich beim Singapur GP als zweite Kraft präsentiert. Teamchef Christian Horner erklärt, wie die Bullen so stark zurückschlagen konnten.
Bild: Getty Images
- Frederik Hackbarth
- Bianca Garloff
„Es geht doch!“ Christian Horner holte sich unterm Podium die Gratulation der ABMS-Reporter ab und legte gleich los mit seiner Lobeshymne auf Sebastian Vettel: „Seine Reifen waren in den letzten Runden am Ende. Wie er Daniel (Ricciardo, d. Red.) trotzdem hinter sich gehalten hat, war sehr beeindruckend! Ich würde sagen, Seb ist endgültig zurück!“ Vom Schampus seiner beiden Piloten, die als Zweiter und Dritter aufs Singapur-Podest rasten, hatte Christian Horner dagegen nichts abbekommen. Daran lag es also nicht, dass der Red-Bull-Teamchef nach Rennende kaum zu verstehen war – eher schon an dem Eis in seiner Hand. „Es war eben ein heißes Rennen“, grinste Horner mit vollem Mund. Die Belohnung hatte er sich in den zwei nervenaufreibenden Stunden zuvor verdient.
Glück mit dem Safety-Car

Zwei Red Bulls durften mit Sieger Hamilton aufs Podium: Vettel (links) und Ricciardo (rechts)
Stallregie stand nie zur Debatte
Die Reihenfolge dabei war Horner übrigens egal. Stallregie zu Gunsten des in der WM besser platzierten Ricciardo stand nie zur Debatte, wie der Brite verriet. „Darüber haben wir gar nicht nachgedacht. Beide Fahrer haben mathematisch noch Chancen, sind aber weit hinten. Wir wollen, dass sie es auf der Strecke frei ausfahren und es wäre falsch, in der Situation, in der wir uns aktuell befinden, einzugreifen.“ Was müsste also passieren, damit der Kommandostand Vettel zurückpfeift? „Wenn eine realistische Chance besteht, dass Daniel gewinnt und Sebastian mathematisch raus aus dem Rennen ist, dann würden wir das zum Wohle des Teams natürlich in Erwägung ziehen. So ist die Situation aber nicht“, sagte Horner, der sich vielmehr freute, dass Vettel wieder einmal ein Erfolgserlebnis verzeichnen konnte.
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Satte Ausbeute beim Nachtrennen

Christian Horner war stolz auf seine Mannen: Am Kommandostand und auf der Piste
Von 20 Minuten auf 2 Stunden
„Mercedes hat uns gegenüber immer noch einen Vorteil, aber es war hier klar zu erkennen, dass wir viel näher an ihnen dran sind, als das zuletzt auf den anderen Strecken der Fall war.“ Nach den Problemen die Red Bull gerade zu Saisonbeginn hatte laut Horner eine Leistung, auf die man sehr stolz ist. „Daran sieht man wie gut unser Team wirklich ist! Wir haben uns zurückgekämpft, diese Saison schon drei Rennen gewonnen und heute sind wir Zweiter und Dritter geworden – in einem Rennen, das zwei Stunden gedauert hat. Vor der Saison wären wir schon froh gewesen, wenn wir überhaupt 20 Minuten schaffen. Das ist eine tolle Leistung.“
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