Formel 1: Red Bull splittet Abstimmung
Ricciardo: „Wie im Formel-3-Auto“

Red Bull greift im Spa-Training wegen des Power-Defizits zu extremen Mitteln: Max Verstappen fährt mit viel Flügel, Daniel Ricciardo mit ganz wenig.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Red Bull will in der zweiten Saisonhälfte die Top-Teams von Mercedes und Ferrari angreifen. Allein: Auf den Power-Strecken in Spa und eine Woche später in Monza wird das mit dem im Vergleich zur Konkurrenz schwächeren Renault-Motor schwierig. Im Training am Freitag ging Red Bull deshalb einen ungewöhnlichen Weg, stattete beide Fahrer mit Set-Ups aus, wie sie unterschiedlicher kaum hätten sein können.
Max Verstappen, der mit viel Abtrieb unterwegs war, erklärte: „Unser Autos ist ganz gut, aber wir verlieren hier einfach zu viel auf den Geraden. Deswegen hat das Team bei Daniel (Ricciardo; d. Red.) heute eine andere Philosophie verfolgt.“ Sein Teamkollege wurde mit extrem flachen Flügeln auf die Strecke geschickt. Anschließend schwärmte der Australier: „Sektor eins und drei war damit wirklich toll!“

Red Bull setzte auf unterschiedliche Konfigurationen
Wirklich helfen kann Red Bull auf den langen Geraden von Spa aber wohl nur eines: Regen. „Ich hoffe wirklich, dass es am Wochenende nass wird. Leider sieht es im Moment aber nicht danach aus“, erklärte Verstappen. Ricciado hatte indes erstmal genug vom Regen. Denn als dieser am Ende des zweiten Trainings kam, schickte ihn das Team für ein paar Übungskilometer mit Intermediates auf die komplett nasse Strecke.
Ricciardo: „Aus der Box heraus, sah es ja noch ganz nett aus. Aber kaum, dass ich draußen war, hat es ziemlich geschüttet. Ich habe dann an der Boxenausfahrt einen Übungsstart gemacht. Von da aus konnte man nicht mal bis zu Eau Rouge raufsehen. Ich bin nur gerutscht, das war ehrlich gesagt ein bisschen angsteinflößend.“
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