Formel 1: Reifen-Zoff
Pirelli wehrt sich gegen Marko-Vorwürfe

Helmut Marko ging auf autobild.de mit Pirelli hart ins Gericht. Nun rechtfertigt sich der Reifenhersteller gegenüber AUTO BILD MOTORSPORT.
- Bianca Garloff
- Michael Zeitler
Gegenüber ABMS hat Red-Bull-Berater Dr. Helmut Marko Pirelli zuletzt scharf kritisiert (Details hier).
Eine der Hauptaussagen: „Es ist auffällig, dass die Regeländerungen und Entscheidungen in letzter Zeit immer gut für Mercedes waren.“
Gegenüber ABMS stellt Pirelli nun einige Punkte klar. Motorsportchef Mario Isola lässt ausrichten:
„Wir sind zufrieden mit den 2019er Reifen. Wir haben bisher kein signifikantes Blistering (Blasenbildung) mehr gesehen und der Zeitunterschied zwischen den Mischungen ist im Schnitt zwischen 0,8 und 1,1 Sekunden – so wie die Zielvorgabe vor dem Start der Saison auch war.
Die Reifen, die derzeit verwendet werden, sind von der exakt gleichen Spezifikation, die die Teams letztes Jahr im November beim Test in Abu Dhabi im Anschluss an das Saisonfinale verwendet haben.
Auch mit den 2019er Autos und bei guten Wetterbedingungen gab es beim Wintertest in Barcelona keine Beschwerden.

Marko glaubt an Reifenvorteil für Mercedes
2018 wurde die Profiltiefe für drei spezifische Rennen verändert, um Blasenbildung zu verhindern: Barcelona, Le Castellet und Silverstone.
Aus technischer Sicht haben diese Änderungen sehr gut funktioniert, ohne am Kräfteverhältnis zu rütteln: Mercedes hat in Spanien gewonnen, Ferrari in Silverstone, während in Frankreich das Rennen von einer frühen Safety-Car-Phase beeinflusst war, aber beide Teams ein siegfähiges Tempo gezeigt haben. Beim Test im Anschluss an den Spanien-GP hat Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel die neuen Spezifikationen getestet und mit dem Standard-Reifen verglichen – und hat bestätigt, dass die dünnere Lauffläche besser funktioniert.“
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