Formel 1: Renault feiert Held Hülkenberg
Strafe und Panne: Hulk nicht zu stoppen

Renault schnappt sich beim Finale Rang sechs in der Team-WM und feiert Nico Hülkenberg. Lob gibt es vom Teamchef, sauer ist man bei Force India.
Bild: Picture-Alliance / Hülkenberg Instagram
- Frederik Hackbarth
Aufs Podium hat es Nico Hülkenberg in der Formel 1 auch dieses Jahr nicht geschafft - wie ein kleiner Sieg fühlt sich die Zieldurchfahrt in Abu Dhabi für den Deutschen aber trotzdem an. Die Renault-Mechaniker jubeln an der Boxenmauer, feiern Hülkenbergs sechsten Platz im Rennen. Mit diesem schieben sich die Franzosen in der Konstrukteurs-WM ebenfalls auf Rang sechs vor und an Toro Rosso vorbei.

Enges Duell: Gegen Perez zog Hülkenberg alle Register
Bei Ex-Team Force India sieht man das anders. „Er hätte die Position zurückgeben müssen. So war die Strafe keine wirkliche Strafe“, meint Ex-Teamkollege Perez - denn Hülkenberg macht auf der Strecke anschließend genug Zeit gut, um auch nach Absitzen der Strafe beim Boxenstopp vorne zu bleiben. Force-India-Technikchef Andrew Green unterstellt Hülkenberg sogar Berechnung: „Die ganze Regel ist doch Müll. Wenn ich weiß, dass mein Auto schneller ist, kann man ja einfach immer abkürzen und die Zeitstrafe danach leicht wieder rausfahren.“

Carlos Sainz hatte nach der Boxenpanne Feierabend
Teamchef Cyril Abiteboul räumt ein: „Wir hatten dieses Jahr zwei große Schwachstellen: Die Boxenstopps und die Zuverlässigkeit. Da müssen wir etwas ändern.“

P6: Der 'Hulk' bescherte Renault das Traumergebnis
Hülkenberg kontert den Dank des Teams schon am Funk cool: „Kein Stress, das ist mein Job. Dafür bin ich da.“ Später fügt er hinzu: „Wir haben dieses Wochenende all unsere Ziele erreicht. Jetzt schauen wir aufs nächste Jahr. Dafür gibt uns der gute Saisonabschluss nochmal einen dicken moralischen Boost.“
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