Formel 1: Ricciardo disqualifiziert
Spritfluss irregulär - Platz zwei futsch!

Dem Jubel vor heimischen Publikum folgte am späten Abend australischer Zeit die Ernüchterung: Daniel Ricciardo wurde vom Rennergebnis ausgeschlossen, verliert P2 – Schuld ist der Spritfluss.
Bild: Getty Images
- Frederik Hackbarth
Ganz bittere Stunden für Daniel Ricciardo: An seinem allerersten Rennwochenende für Weltmeisterteam Red Bull lieferte der 24-Jährige eine Weltklasse-Vorstellung ab, fuhr sowohl im Qualifying als auch im Rennen auf den bärenstarken zweiten Platz und musste sich am Sonntag nur Nico Rosberg im überlegenen Mercedes geschlagen geben. Grenzenlos war anschließend der Jubel beim immer breiter grinsenden neuen Sunnyboy der F1 und vor allem beim Großteil des frenetisch feiernden Publikums an der Strecke, das den Lokalmatadoren mit stehenden Ovationen minutenlang hochleben ließ.
Schock am späten Abend

Völlig losgelöst: Daniel Ricciardo war das ganze Wochenende in Top-Form, hatte sogar Sebastian Vettel im Griff. Auf dem Podium feierte er ausgelassen...
Durchflussmenge überschritten
Der Motorsportweltverband und seine Technischen Delegierten sahen es als erwiesen an, dass der Sprittdurchfluss am Red Bull des Lokalmatadoren die zulässige Durchflussmenge von 100 Kilogramm pro Stunde 'kontinuierlich' überschritten hat. Laut Artikel 3.2 des sportlichen und Artikel 5.1.4 des technischen Reglements ein klarer Verstoß, der nur mit einem Ausschluss geahndet werden kann, da Ricciardo ob des erzielten Vorteils womöglich mehr Leistung als erlaubt generiert werden konnte.
Konkurrenten rücken nach

... ehe ihn am Abend die harte Realität in Form einer Disqualifikation einholte. Seinen zweiten Platz erbt McLaren-Rookie Kevin Magnussen (im Bild hinten).
Red Bull legt Widerspruch ein
Ein letzter Hoffnungsschimmer bleibt dem enttäuschten Ricciardo allerdings noch: Sein Red-Bull-Team hat gegen das Urteil der FIA umgehend Widerspruch eingelegt. Die Verteidigungsstrategie der Truppe von Helmut Marko: Das Bauteil, das den Zufluss regelt, ist ein Einheitsteil und angeblich nicht geeignet für derlei exakte Messungen wie die von den Stewards vorgenommene. In einem Statement verkündete Red Bull: "Unregelmäßigkeiten bei der Messung des Spritflusses durch die FIA waren das ganze Wochenende über bei allen in der Boxengasse vorherrschend. Wir sind überzeugt davon, dass die in den Motor gepumpte Benzinmenge regelkonform war." Bekommt Red Bull Recht, könnte Ricciardo seinen zweiten Platz doch noch behalten... und wieder so strahlen wie nach der Zieldurchfahrt.
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