Daniel Ricciardo muss wohl länger als gedacht auf sein zweites Comeback in diesem Jahr warten. Grund: Die Heilung des Mittelhandknochenbruchs seiner linken Hand wird schwieriger als zunächst vermutet.
„Leider ist der Bruch kompliziert“, bestätigt Red Bulls Motorsportchefberater Helmut Marko. „Es ist kein gerader Bruch. Wir bekommen vom Arzt noch eine Bestätigung, es sieht aber für die nächsten zwei Rennen schlecht aus.“ Das heißt: Für die beiden Grand Prixs in Italien (Monza/3. September) und Singapur (17. September) bekommt weiterhin der Neuseeländer Liam Lawson den Zuschlag.
Liam Lawson vertritt Ricciardo während seiner Genesung.
Bild: Red Bull Content Pool

Lawson absolvierte nach Ricciardos Unfall im Freitagstraining in Zandvoort sein erstes Formel-1-Rennen und wurde 13. „Ich konnte gefühlt Erfahrung in jedem Bereich sammeln“, resümiert er. „Boxenstopps, Rad-an-Rad-Duelle, im Regen, im Trockenen. Das war eine gute Lernerfahrung.“ Sogar mit Ferrari-Star Charles Leclerc duellierte er sich. Lawson: „Insgesamt bin ich zufrieden.“
Ricciardo dagegen musste das Rennen aus dem Krankenbett mit anschauen. Er wurde in Spanien von jenem Arzt operiert, der bereits Lawrence Stroll zu einem Comeback nur drei Wochen nach seinem Fahrradsturz zu Saisonbeginn verholfen hatte.