Formel 1: Die besten Bilder aus Suzuka vom Japan GP

Formel 1: Röhrl über Vettel

Röhrl befürchtet Politik bei Ferrari

Deutschlands Rallye-Legende Walter Röhrl sorgt sich um seinen Freund Sebastian Vettel. Wir der Heppenheimer bei Ferrari nicht mehr fair behandelt?
Der „Renngott“ persönlich schaut sich die Formel-1-Rennen nur wegen Sebastian Vettel (32) an. Rallye-Legende Walter Röhrl (72) ist ein Fan vom Heppenheimer Ferrari-Piloten, seit die beiden sich während des GP von Australien 2011 im Fahrerlager das erste Mal getroffen haben. Umgekehrt ist Röhrl das Idol von Vettel.
Der immer Klartext redende Doppelweltmeister, der wegen einer Stallorder bei der San-Remo-Rallye zu Fiat-Zeiten schon einmal vier Minuten im Wald gewartet hat, weil ein langsamerer Teamkollege gewinnen sollte, findet es gar nicht gut, was gerade mit seinem Freund bei Ferrari passiert.
„Als ich erfuhr, dass Charles Leclerc, der von Jean Todts (FIA-Präsident; d. Red.) Sohn Nicolas gemanagt wird, Teamkollege von Sebastian wird, befürchtete ich: Bei Ferrari wird ab jetzt Politik gegen Vettel gemacht. Und genau so kam es ja auch“, analysiert der Regensburger gegenüber AUTO BILD MOTORSPORT.

ABMS-Reporter Garloff und Bach mit Röhrl und Vettel

Röhrl bezieht sich unter anderem auf das letzte Rennen in Sotschi, als Ferrari den in Führung liegenden, schnelleren Vettel durch einen zu lange hinausgezögerten und auch langsameren Boxenstopp hinter den jungen Teamkollegen aus Monaco zurückfallen ließ.
Auch dass Vettel immer wieder über die Balance seines Autos klagt, ist Röhrl ein Dorn im Auge: „Warum auch immer das so ist: Wenn sich ein Fahrer im Auto nicht wohlfühlt, dann kann er am Limit nicht richtig schnell sein. Wenn das Auto passt, ist Sebastian der schnellere Mann. Das hat er bei seinem Sieg in Singapur und auch in Sotschi eindrucksvoll bewiesen.“
Die Legende weiß, wie sich Vettel mit Ferrari-Liebling Leclerc im Team fühlen muss. Röhrl: „Bestimmt nicht gut. Er muss jetzt aber wie in den letzten beiden Rennen versuchen, mit seinem Können und seiner Erfahrung dem politischen Nachteil im Team davonzufahren. Aber Ferrari muss ihn auch lassen.“
Schon am Sonntag auf Vettels Lieblingsstrecke in Suzuka hat der Deutsche die Chance, den Rat seines Idols umzusetzen. Röhrl jedenfalls wird genau hinschauen, was in Japan passiert.

Autoren: Ralf Bach,

Fotos: Picture-Alliance

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Sebastian Vettel

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