Formel 1 - Rosberg: Das war ekelhaft!
Hebel-Fehler & Wind kosten Sieg

Nico Rosberg trifft eine falsche Entscheidung und muss beim USA GP Lewis Hamilton vorbeiziehen lassen. Die Mercedes-Stars über ihr Duell in Austin.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
- Bianca Garloff
Geknickt saß Nico Rosberg nach seinem zweiten Platz in der Mercedes-Hospitality von Austin. Während Teamkollege Lewis Hamilton seinen fünften Sieg in Serie feierte, musste der Deutsche sich einmal mehr mit Rang zwei zufriedengeben und verlor in der WM weiter an Boden. Wie geht Rosberg mit diesem Rückschlag um? „Ich werde ein paar Tage mit Vivian (Rosbergs Frau; d. Red.) hier in Texas abschalten und den heutigen Tag vergessen. Und dann geht es ab nach Brasilien“, sagte der Deutsche. Doch kann man so eine empfindliche Niederlage wie die von Austin wirklich so schnell abhaken? Rosberg: „Ja. Denn ich habe mich darin verbessert, mit schlechten Tagen umzugehen.“
Auf Höhenflug: Rekordjäger Hamilton eilt in Richtung Titel
Nicht gut genug gefahren

Wieder nur die zweite Geige: Der zweite Platz in Austin tat Rosberg nach der Pole am Vortag richtig weh
Kleiner Fehler mit großer Wirkung
Rosberg schüttelt mit dem Kopf: „Ich habe heute leider einen Fehler gemacht. Für den Extra-Boost durch das KERS gibt es bei uns einen Knopf und einen Hebel. Beim Knopf kommt die Leistung sofort, beim Hebel erst mit Verzögerung. Und ich habe leider die falsche Variante gewählt, als ich Lewis im Rückspiegel angreifen sah“, räumte der Deutsche ein. Mit fatalen Folgen. „Die zusätzliche Power hatte ich dann erst auf der nächsten Geraden und da hat sie nichts mehr geholfen.“ Der Ärger über die kleine Panne mit großer Wirkung war Rosberg sichtlich anzumerken. „Ich wusste das einfach nicht. Und es geht halt ins Tausendste mit dem ganzen Kram.“
Andeuten reicht nicht

Hamilton (l.) durfte bereits zum fünften Mal in Folge feiern - Rosberg (daneben) verlor somit weiter an Boden
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Hamiltons Windspiel geht auf
Hamilton selbst beschrieb seine Attacke auf Rosberg am Ende der DRS-Zone wie folgt: „Ich habe das Manöver viele Runden lang geplant, war aber nie wirklich nah genug dran. Und ich wusste nicht, ob ich noch einmal näher komme als zu diesem Zeitpunkt.“ Also machte der Brite Fakten und sich dabei auch eine interessante Beobachtung zunutze. „Ich wusste, dass in Kurve elf am ganzen Wochenende immer Gegenwind war. Heute hat sich das aber gedreht und der Gegenwind war in Kurve zwölf. Deswegen ging das Bremsen dort sehr stark.“ Hamilton: „Ich hatte Windschatten, habe ausgezuckt und Nico ausgebremst. Wichtig war, sich dabei nicht zu verbremsen, denn sonst hätte er innen reinziehen und zurückschlagen können.“ Doch mit dem Hebel statt dem Knopf in der Hand war Rosberg am Ende machtlos gegen die Attacke.
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