Formel 1: Rosberg holt kontroverse Monaco-Pole
Mit Verbremser zu Startplatz eins

Auch beim Saisonhighlight machten die Mercedes-Stars Startplatz eins unter sich aus: Rosberg in Monaco vor Hamilton - Ricciardo vor Vettel Dritter.
Bild: Getty Images
- Frederik Hackbarth
Mercedes' Glanzzeiten wollen im Moment einfach nicht abreißen: Erneut machten die beiden Silberpfeil-Piloten im Qualifying zum Saisonhighlight der Formel 1 in Monte Carlo die Pole-Position unter sich aus - mit dem besseren Ende für Lokalmatador Nico Rosberg, der sich in seinem Wohnzimmer wie schon im Vorjahr den besten Startplatz sicherte. Nachdem im ersten Abschnitt erst Rosberg, im zweiten dann Hamilton im Mercedes-Duell die Nase vorne hatte, setzte sich der Wahl-Monegasse in Q3 schlussendlich mit denkbar knappen 59 Tausendsteln Vorsprung durch. Kontrovers dabei das Zustandekommen der Pole-Fahrt: Rosberg verbremste sich auf seinem letzten schnellen Run in Mirabeau, fuhr in den Notausgang und brachte damit die gelben Flaggen heraus.
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Am Funk bereits entschuldigt
Der WM-Zweite zu seinem Ausrutscher: „Es ist einfach eine schwierige Kurve. Ich habe mich verbremst und musste in den Notausgang, sonst wäre ich in die Reifenstapel gekracht. Ich dachte schon meine Chance ist vorbei, habe mich via Funk bereits beim Team entschuldigt... doch glücklicherweise für mich, habe ich meinen Teamkollegen dadurch auch geniert. Für ihn tut es mir leid.“ Zu den Anschuldigungen, er habe sich absichtlich verbremst, um eine gelbe Flagge zu provozieren, sagte Rosberg: „Ich verstehe natürlich, dass es jetzt solche Theorien gibt. Aber man sieht ja in den Daten, das alles ähnlich war wie auf meiner schnellsten Runde – nur, dass ich eben ein bisschen später gebremst habe.“ Das sahen auch die Verantwortlichen so: Eine gegen Rosberg eingeleitete Untersuchung blieb ohne Folgen - der 28-Jährige darf seine Pole damit behalten.
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Zwischenfälle in Q1
Hinter den Red Bulls sortierten sich in Reihe drei die beiden Ferraris von Fernando Alonso und Kimi Räikkönen ein, Jean-Eric Vergne wurde im Toro Rosso Siebter, noch vor Kevin Magnussen im McLaren. Vergnes Teamkollege Daniil Kvyat, der P9 belegte, hatte zuvor für Aufregung in Q1 gesorgt. Der junge Russe bohrte sein Auto beim Anbremsen der Hafenschikane in die Leitplanken, konnte nach einem Nasen- und Reifenwechsel aber weiterfahren und qualifizierte sich bei seinem ersten Auftritt im Fürstentum am Ende somit doch noch innerhalb der Top-10, die hinter Kvyat von Sergio Perez komplettiert wurden.
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