Formel 1: Rosberg kritisiert Vettel
Vettel sucht nach Antworten auf Dreher

Die Kritik an Sebastian Vettel reißt nicht ab. Auch Nico Rosberg geht hart mit dem Ferrari-Star ins Gericht. Vettel selbst findet die Kritik gerecht.
- Frederik Hackbarth
Drei Dreher in fünf Rennen: Ferrari-Star Sebastian Vettel hat dafür eine Menge Kritik einstecken müssen. Doch ausgerechnet einer der ganz jungen Piloten steht dem Deutschen nun bei...
Toro-Rosso-Pilot Pierre Gasly erklärt: „Fehler gehören zu unserem Geschäft. Wir fahren alle am Limit. Sebastian hat anfangs der Saison aus dem Ferrari mehr rausgeholt als drin steckte. Er hat Rennen gewonnen, die er gar nicht hätte gewinnen können und damit sind die Erwartungen gestiegen. Er hat dann in der zweiten Saisonhälfte Fehler gemacht, die nur er begründen kann. Du versuchst in seiner Situation Dinge möglich zu machen, die unmöglich sind. Er weiß das selbst am besten.“

Deutschlands Formel-1-Helden: Vettel und Rosberg
Vor allem Mercedes' wiedergewonnene Dominanz seit der Sommerpause findet Rosberg „unglaublich. Es sah aus, als würde Vettel die WM gewinnen. Dann geht es auf einmal komplett in die andere Richtung. Und alles nur wegen Fehlern. Damit schlägst du Lewis aber niemals, denn Lewis macht keine Fehler.“
Vettel hingegen „will manchmal zu viel und denkt nicht langfristig. Hin und wieder ist er auch ein bisschen zu selbstbewusst und akzeptiert nicht, wenn jemand anderes den besseren Job gemacht hat“, findet Rosberg. Der Deutsche ist sich aber sicher: „Er kann es viel besser, als er es in den letzten Monaten gezeigt hat, weil er einer der besten Fahrer der Welt ist.“
Der Kritisierte selbst versteckt sich nach seiner Fehler-Serie nicht. Sogar die Kritik an seiner Person empfindet er als „fair“, wie der Ferrari-Star am Donnerstag in Mexiko erklärt: „Ich habe mich gedreht. Wenn das passiert, ist etwas offensichtlich schief gelaufen.“

In Monza (Bild), Japan und Austin drehte sich Vettel
Woher die Anfälligkeit für Dreher derzeit rührt, kann sich Vettel selbst nicht ganz erklären: „Ich weiß es nicht. Je näher man an einem anderen Auto ist, desto mehr Downforce verliert man. Die Dreher, die ich hatte, waren alle ziemlich komisch. Es gab nicht viel, was ich hätte tun können.“
„Ich bin nicht zu schnell gewesen und hätte mich auch bei diesem Speed nicht von allein gedreht.“ Aber eines ist Vettel bei seiner Fehleranalyse aufgefallen: „Ich war immer auf der Innenseite, die eigentlich die bessere ist. Vielleicht versuche ich es nächstes Mal einfach außen herum.“
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