Formel 1: Rosberg: So lief das mit dem Titel
Go-Kart-Fahren als Erfolgsgeheimnis

Nico Rosberg erklärt warum er 2016 so stark war und es am Ende doch noch richtig knapp wurde. Lewis Hamilton gratuliert unterdessen verspätet zum Titel.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Die Formel 1 sah 2016 den besten Nico Rosberg aller Zeiten. Am Ende wurde seine konstant starke Form mit dem WM-Titel belohnt. Doch was hat der Deutsche getan, um dieses Jahr so viel stärker zu sein als in der Vergangenheit? „Es ist ein Prozess“, sagte Rosberg bei einem Interview im Rahmen der Titelfeierlichkeiten mit Hauptsponsor Petronas in Kuala Lumpur, das Mercedes jetzt veröffentlichte. „Ich kann aber mit Stolz sagen, dass ich aus schweren Situationen immer stärker hervorgehe“, erklärte der 31-Jährige den Grundstein für seinen Erfolg.

Der neue Weltmeister weint, der alte würde es gerne...
Das scheint geklappt zu haben. Zu sehr ins Detail gehen wollte Rosberg aber nicht. „Ein paar Erfolgsgeheimnisse würde ich dann doch ganz gerne behalten“, lachte der Mercedes-Star, ehe er doch noch eines verriet: „Ich bin dieses Jahr viel Go-Kart gefahren, was ich die Jahre davor nie gemacht habe. Einfach, weil wir nicht mehr viel fahren. Diese Fähigkeiten zu üben, hat mir sehr geholfen.“ (Das ganze Interview mit Nico Rosberg in englischer Sprache sehen Sie ganz unten im Video.)

Gefragt: Rosberg flog von Malaysia nach Wiesbaden
„Die Chance auf den Titel und darauf, Lewis zu schlagen, wurde damit auf einmal real“, rekapitulierte Rosberg seine Gemütslage im Anschluss an das viertletzte Rennen in Japan. Der Druck habe sich in der Folge gesteigert, ehe er beim Finale in Abu Dhabi ins Unermessliche hochgeschossen sei. „Die Intensität war sehr hoch und hatte sicher auch Einfluss auf die Performance. Selbst im Qualifying war es schon nicht einfach, die Runden zusammenzubringen“, räumte Rosberg ein und fügte hinzu: „Man hat es auch an Lewis gesehen. Er hatte nichts mehr zu verlieren und stand deshalb immer auf Pole.“

Hamilton machte es seinem Rivalen richtig schwer
Die warmen Worte in Richtung des Teamkollegen gab der Brite übrigens mittlerweile zurück – trotz der eher frostigen Stimmung am Podium in Abu Dhabi nach Hamiltons Blockade-Versuchen im Rennen. Mit drei Tagen Verspätung gratulierte der enttrohnte Weltmeister via Facebook doch noch seinem Nachfolger und poste ein altes Foto von sich und Rosberg dazu:
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