Formel 1: Rosberg triumphiert in Monaco
Zweiter Heimsieg in Folge

Nächster Mercedes-Doppelsieg: Nico Rosberg gewinnt in seiner Heimat, Lewis Hamilton fährt im Blindflug zu Platz zwei - Sebastian Vettel früh ausgeschieden.
Bild: Getty Images
- Frederik Hackbarth
Nico Rosberg hat zum zweiten Mal in Folge sein Heimrennen in Monte Carlo gewonnen: Der Wahl-Monegasse wiederholte seinen Sieg aus dem Vorjahr in dominanter Manier und ließ sich auch vom teilweise starken Druck durch Teamkollege Lewis Hamilton, der Rosberg den Großteil der 78 Runden im Fürstentum im Nacken hing, nicht aus der Ruhe bringen. Von der Pole-Position aus gestartet, behauptete Rosberg seine Führung am Start vor Hamilton und Sebastian Vettel, der sich an Red-Bull-Teamkollege Daniel Ricciardo vorbeischob. Die Freude beim Weltmeister währte jedoch nur kurz: Bereits nach wenigen Runden musste Vettel mit einem defekten Lager im Antrieb des Turboladers seinen RB10 abstellen.
Rosberg bewahrt die Übersicht

Im Parallelflug durch die Häuserschluchten: Hamilton (hinten) hing Rosberg fast das ganze Rennen über wie ein Schatten im Getriebe
Hamilton im Blindflug ins Ziel
Dadurch kam Daniel Ricciardo im Red Bull kurz vor Schluss noch direkt an Hamilton ran, fand aber keinen Weg mehr vorbei am Mercedes-Piloten, der hinter dem jubelndem Rosberg als Zweiter den fünften Mercedes-Doppelsieg in Folge komplettierte. Mit dem Triumph in seinem Wohnzimmer, ergatterte sich Rosberg die WM-Führung zurück, liegt nun vier Punkte vor seinem Stallkollegen. Der Deutsche nach der Zieldurchfahrt: "Heute ist ein sehr spezieller Tag für mich. Mein Auto war fantastisch, aber Lewis ist sehr gut gefahren und hat massiv Druck gemacht - ich bin allerdings cool geblieben und konnte so den Sieg nach Hause bringen." Ein Sonntagsspaziergang sei die rasante Fahrt über seinen alten Schulweg allerdings nicht gewesen. Rosberg verriet: "Ich musste mitten im Rennen auf einmal Sprit sparen, deshalb meine Fahrweise komplett umstellen."
Mercedes-Dominanz ungebrochen

Des einen Freud, des anderen Leid: Während Sieger Rosberg (Mitte) strahlt, macht Teamkollege Hamilton (li.) gute Miene zum bösen Spiel
Vettel mit viel Frust
Trotzdem freute sich der Australier mit einem breiten Grinsen: "Es ist toll, erstmals in Monaco auf dem Podium zu stehen. Vor allem, da mein Start schlecht war und ich zunächst auf P5 zurückfiel. Die Anderen hatten dann aber auch Probleme..." Dass er Hamilton am Ende fast noch hätte abfangen können, verneinte er: "Der dritte Platz war heute das Beste, was drin war", meinte der Australier. Um diesen hätte gerne auch Stallgefährte Vettel gekämpft. Der Deutsche über sein frühes Aus: "Ich hatte plötzlich keinen Ladedruck mehr und ein Turbo ohne Ladedruck ist eben kein echter Motor. Der Vortrieb war dann weg und damit auch die Leistung." Zwar habe man an der Box noch einen Neustart des Autos versucht, doch auch das habe nichts mehr geholfen, so Vettel, der die anhaltenden Probleme an seinem Boliden als frustrierend bezeichnete.
Großer Jubel bei Marussia

Frühes Aus & viel Frust: Sebastian Vettel wurde in Monaco einmal mehr mit technischen Problemen von seinem RB10 im Stich gelassen
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