Es herrscht Krieg in Osteuropa – und auch die Formel 1 kann dem Angriff russischer Truppen auf die Ukraine nicht einfach davonfahren. Mittlerweile geistern die Gerüchte durchs Internet: Sagt die Königsklasse den GP Russland als Reaktion auf den Angriffskrieg gegen die Ukraine ab?
Das Rennen sollte eigentlich am 25. September stattfinden. Doch auf der Formel-1-Webseite sind Tickets für den GP in Sotchi am Schwarzen Meer schon nicht mehr buchbar. Mehr noch: Formel 1 und Automobilweltverband FIA haben in ihrem Kalender die russische Flagge bereits gelöscht.
Eine offizielle Absage steht zwar noch aus, da die Königsklasse aber mit Liberty Media einem US-Unternehmen gehört, gilt sie derzeit als wahrscheinlich.
Auch eine Ausweichrennstrecke soll Gerüchten zufolge schon gefunden sein: Der Istanbul Park Circuit in der Türkei soll einspringen. Durch Fan-Foren geistern bereits Links zu Seiten, auf denen man sich über Tickets informieren kann.
Auch dem Haas-Team könnten Probleme drohen.

Welchen Einfluss der Krieg zwischen Russland und der Ukraine indes auf Mick Schumachers Haas-Team haben wird, ist noch nicht absehbar. Größter Geldgeber der US-Mannschaft ist der russische Düngemittelhersteller Uralkali/Uralchem. Dessen Chef Dmitri Mazepin hat so auch seinem Sohn ein Cockpit im Ami-Schlitten besorgt und das Auto in den russischen Nationalfarben lackieren lassen.
Sollte Russland infolge der Aggression aus dem internationalen Zahlungssystem SWIFT ausgeschlossen werden, könnte das auch Zahlungen an das Haas-Team stoppen oder zumindest erschweren.
Teamchef Günther Steiner hatte noch vor zwei Wochen gesagt: „Wir mischen uns in die Politik nicht ein, weil das Thema sowieso viel zu weit weg für uns ist. Sollte irgendwas kommen, was uns tangiert, werden wir damit umgehen. Aber im Moment ist das kein Thema: Wir sind hier, um Sport zu machen.“
Fest steht: Mick Schumacher kann es angesichts der Lage in der Ukraine nicht gefallen, dass er russische Farben zur Schau trägt.

Von

Bianca Garloff