Formel 1: Die besten Bilder vom Frankreich GP

Formel 1: Sauber in Q3

Leclerc kann erneut überzeugen

Sensationeller achter Startplatz für Sauber-Pilot Charles Leclerc in Le Castellet. Was der Monegasse dazu sagt und weshalb Kimi Räikkönen unter Druck ist.
Wegen des Regens wird Chalres Leclerc im Abschlusstraining am Samstag sogar Dritter. Der Monegasse dreht seine Runde früh und noch bei trockenen Verhältnissen. Hätte man Leclerc da gesagt, dass er auch knapp drei Stunden später am Ende des Qualifyings auf einem einstelligen Platz rangiert, der Sauber-Pilot hätte einen wohl für verrückt erklärt...
Zunächst lässt Leclerc im Zeittraining mit seinem fünften Q2-Einzug in Folge aufhorchen. Das war in einem Sauber zuletzt Adrian Sutil 2014 gelungen. Doch es kommt noch besser: Der 20-Jährige schafft auch den Sprung ins finale Top-10-Shootout und fährt dort auf den sensationellen achten Startplatz.

Star der Zukunft: Ferrari-Junior Charles Leclerc

"Es ist unglaublich, mir fehlen die Worte. Das ist die beste Umkehr von einem Tag auf den anderen in meiner ganzen Karriere. Gestern war ein Desaster, ich bin auch nicht gut gefahren", so Leclerc. Doch dann "haben wir alles komplett geändert." Dafür verzichtet der Youngster auch auf seinen Schlaf. "Ich war gestern sehr spät im Bett, habe lange mit den Ingenieuren gearbeitet, um rauszufinden, wo unsere Probleme liegen. Sie haben es sehr gut verstanden und auch, was ich von Auto wollte. Genau das hatten wir dann heute. Dabei haben wir gar nichts verrücktes gemacht, nur eben die richtigen Dinge."
Über seine Startposition ist Leclerc entsprechend glücklich: "Jetzt hoffe ich, dass wir ein paar Punkte holen können." Dieses Kunststück gelang Leclerc diese Saison in Baku, Barcelona und Montreal schon dreimal. Dass sich der Ferrari-Junior damit auf den Zettel der großen Teams gefahren hat, ist längst kein Geheimnis mehr.

Räikkönen offenbart auch in Le Castellet Schwächen

Ein Wechsel Leclercs zu Ferrari schon zur Saison 2019, wo er Kimi Räikkönen an der Seite von Sebastian Vettel beerben soll, ist nach ABMS-Infos aber noch nicht fix. Britische und italienische Medien hatten unter der Woche vorschnell Vollzug gemeldet. Fakt ist: Ferrari will noch abwarten und sehen, ob sich die Formkurve von Ex-Weltmeister Räikkönen wieder fängt.
Zumindest am Samstag in Le Castellet kann der Finne wenig überzeugen. Nur Platz sechs, noch hinter beiden Red Bulls. "Es ist enttäuschend. Ich habe mich bis zum letzten Quali-Abschnitt gut gefühlt, dann lief auf einmal alles schief", so Räikkönen, der bei seinem letzten Versuch in Q3 die Schikane verpasst. Der Druck auf ihn wird damit nicht kleiner - vor allem, wenn der junge Leclerc so weiterfährt.
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Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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