Formel 1: Sauber-Stallorder gegen Hülkenberg in Spa
Hülkenberg: erst Stimmungskiller, dann Stallorder

Bild: Mark Thompson/Getty Images/Sauber
Noch vor zwei Wochen sorgte Nico Hülkenberg mit seinem Podestplatz in Silverstone für ein Formel-1-Märchen. Doch der Großen Preis von Belgien wurde für den Emmericher eher zur Reality-Doku.
Statt Top drei heißt es diesmal Platz zwölf – inklusive einer bitteren Teamorder vom Sauber-Kommandostand.
Hülkenberg: „Das ist ein Stimmungskiller“
Schon mit der Verschiebung des Starts um eine Stunde wegen heftiger Regenfälle war der Deutsche nicht einverstanden. „Es ist natürlich für alle Beteiligten nicht optimal. Es nimmt den Vibe und ist ein Stimmungskiller“, beschreibt Hülkenberg die lange Verzögerung bei Sky. „Als wir losgefahren sind, war es an vielen Stellen schon trocken.“

Nach dem sensationellen Podium in Silverstone ist Nico Hülkenberg in Spa wieder in der harten Realität des Formel-1-Mittelfelds angekommen.
Bild: Andy Hone/LAT Images/Sauber
Doch der eigentliche Tiefschlag kommt später im Rennen: Hülkenberg muss Gabriel Bortoleto im Schwesterauto passieren lassen, per Ansage von der Box. „Gabi war schneller, von daher macht es Sinn“, gibt sich der Sauber-Routinier einsichtig. „Wir waren dicht hinter Liam (Lawson; d. Red.) und hatten die Chance anzugreifen. Gabi hatte die bessere Pace und ich hatte mit dem Auto zu kämpfen. Von daher ist das kein Thema – im Dienste des Teams.“
Zusätzlicher Sauber-Boxenstopp
Dabei lief es schon vorher unrund: „Ich konnte meinen ersten Medium-Satz nicht durchbringen, der hat nicht gehalten“, erklärt Hülkenberg. Der zusätzliche Boxenstopp kostete wertvolle Positionen.
Das Ergebnis: Platz zwölf, keine Punkte; dafür rast Teamkollege Bortoleto auf Rang neun. Ein Rückschlag nach dem Silverstone-Hoch. Doch nicht jedes Formel-1-Rennen kann zum Märchen werden.
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