Formel 1: Väter und Söhne

Formel 1: Schumacher bei Haas

Steiner: „Sehr emotional für das Team“

Mick Schumacher wird 2021 für Haas in der Formel 1 an den Start gehen. Teamchef Günther Steiner erklärt die Fahrerwahl im US-Team.
Schon jetzt ist Mick Schumacher (21) ein absoluter Glückstreffer für das Haas-Team. Der junge Deutsche ist Gewinn und Ansporn zugleich. Auch teamintern, verrät Haas-Teamchef Günther Steiner (55): „Die Jungs haben gesehen, was sein Vater gemacht hat. Ich habe ein paar Leute im Team, die sogar bei Ferrari mit Michael Schumacher zusammengearbeitet haben, die sind sehr emotional.“
Das sagt Mick Schumacher zu seinem Debüt: hier klicken
Auch Steiner freut sich schon auf die Zusammenarbeit mit dem jungen deutschen Nachwuchsstar: „Ich habe noch nicht viel mit ihm gesprochen, weil wir wegen des Coronavirus in unserer Blase bleiben müssen. Aber was ich sagen kann: Er macht einen sehr reifen Eindruck. Und er hat ein sehr professionelles Umfeld, auch das ist mir wichtig. Vor allem aber ist er schnell. Alles andere kann ich hinbiegen, aber schnell fahren muss er alleine.“

Risiko mit zwei Rookies

Haas-Teamchef Günther Steiner

©Picture-alliance

Klar aber ist: Haas geht mit der Fahrerpaarung Mick Schumacher und Nikita Mazepin auch ein Risiko ein: Beide werden 2021 Neulinge sein. In den letzten 30 Jahren traten nur sechs Teams mit zwei Rookies an: MF1 2005 (Narain Karthikeyan/Tiago Monteiro), Minardi 2005 (Patrick Friesacher/Christijan Albers), HRT 2010 (Bruno Senna/Karun Chandhok), Marussia 2013 (Jules Bianchi/ Max Chilton), Toro Rosso 2015 (Max Verstappen/Carlos Sainz) sowie Manor 2016 (Pascal Wehrlein/Rio Haryanto).
Steiner verteidigt die Fahrerwahl: „Es ist sehr selten, zwei Rookies im Team zu haben. Aber manchmal muss man etwas ausprobieren. Heute sind die Formel-2-Fahrer besser ausgerüstet als vor zehn Jahren, wenn sie aufsteigen. Sie sind gewohnt, mit Daten umzugehen. Außerdem wird nächstes Jahr ein Übergangsjahr für uns. Wir wollen bereit sein für 2022, wenn das neue Auto kommt“, so der Südtiroler, der in der Formel-1-Netflix-Serie zum Star wurde. „Aber es wird nicht nur gute Tage geben, sondern auch schlechte. Darauf sind wir vorbereitet.“

„Mick Schumacher hat die Coolness“

Für die Fahrerwahl musste Steiner aber zunächst auch Teambesitzer Gene Haas überzeugen. „Nachdem wir das Concorde Agreement unterschrieben haben, habe ich überlegt, wie wir die Form von 2018 wieder zurückbekommen. Manchmal muss man einen Schritt rückwärts gehen um zwei nach vorn zu schaffen“, glaubt Steiner. „Ich habe Gene die Namen und Resultate gezeigt. Dann hat sich das ziemlich schnell erledigt.“
Allein: Mick Schumacher war auch eine Wahl, die von Ferrari getroffen wurde. „Sie haben fünf Junioren in der Formel 2. Ich wollte den besten haben“, so Steiner. „Wie sie die Wahl getroffen haben, weiß ich nicht. Dazu kann ich mich nicht äußern, aber wenn man auf die Resultate schaut, war Mick im ersten Jahr immer okay, nicht schlecht, aber im zweiten immer voll dabei. Er hat also die Coolness, weiß, dass er im ersten Jahr nicht auf Biegen und Brechen alles erzwingen muss. Auch für uns wird 2021 ein Übergangsjahr.“

Formel 1: Väter und Söhne

Fotos: Picture-alliance

Stichworte:

F1 Haas

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.