Formel 1: Schumachers Rat an Hülkenberg
Nico Hülkenberg: Schumacher legt Finger in die Wunde

Nico Hülkenberg zeigt im Haas starke Leistungen. Doch am Sonntag wird sein Auto zum Reifenfresser. Darüber sollte er sich Gedanken machen, meint Ralf Schumacher.
Bild: LAT / Haas
Samstag Top, Sonntag Flop! Das Muster wiederholte sich bei Nico Hülkenberg auch am vergangenen Wochenende beim GP Kanada. Am Samstag noch brillierte der Emmericher mit Platz zwei (Startplatz fünf nach einer Strafe), am Sonntag wurde sein Haas wieder zum Reifenmörder. Endresultat: nur Platz 15.
Deshalb warnt ihn Sky-Experte Ralf Schumacher jetzt vor zu viel Euphorie beim Blick in die Zukunft. „Teamchef Günther Steiner hat am Wochenende erklärt, dass er mit der Fahrerpaarung zufrieden sei“, schreibt Schumacher in seiner Kolumne. „Damit hat er Hülkenberg ein weiteres Jahr als Stammfahrer in Aussicht gestellt. Die Frage ist jedoch: Was kann Haas ihm bieten?“

Nico Hülkenberg zeigt im Haas starke Leistungen. Doch am Sonntag wird sein Auto zum Reifenfresser.
Bild: LAT / Haas
Schumi II würde sich ein weiteres Jahr im Haas genau überlegen. Hülkenberg ist kein Rennfahrer, der sich langfristig mit Plätzen im hinteren Mittelfeld zufrieden geben sollte. Schumacher: „Ich an seiner Stelle würde mir zunächst erklären lassen, welche Schritte gemacht werden, um die Situation zu verbessern. Denn eines ist klar: Wenn alles so bleibt, wie es ist - auch personell – dann wird sich nicht viel ändern.“
Haas belegt derzeit Rang acht der WM (acht Punkte). Hülkenberg rangiert dank eines starken GP Australien mit sechs Punkten auf Platz 13. Doch da ginge mehr: „Das ist sehr frustrierend für ihn“, glaubt Ralf Schumacher. „Sowohl er als auch Kevin Magnussen besitzen das Potenzial, in die Punkte zu fahren, doch das Haas-Team hat zu große Defizite. Sie sind an einem Punkt angelangt, an dem sie sich Gedanken machen müssen, was geändert und umstrukturiert werden muss. Aktuell ist Haas das absolute Schlusslicht des Feldes – das kann auf Dauer kein Zustand sein.“
Allein: Auf dem Papier sieht es nicht ganz so schlecht aus. Da belegen Williams und AlphaTauri die beiden letzten Plätze.
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