Formel 1: Schumi schnell, Rosberg ratlos
Das Mercedes-Problem

Geht die in Barcelona zu sehende Aufwärtstendenz bei Michael Schumacher zu Lasten von Teamkollege Rosberg? Der kommt mit dem losen Heck des Silberpfeils nicht zurecht.
So schnell ändern sich die Vorzeichen. Vor dem Grand Prix von Spanien glaubte Nico Rosberg (24) noch fest an seinen ersten Grand-Prix-Sieg beim Heimrennen in Monaco. Der Wahl-Monegasse war im Fürstentum schon zu Williams-Zeiten bärenstark. In China verpasste er nur durch einen kleinen Fahrfehler den obersten Platz auf dem Treppchen. Und ein runderneuerter Mercedes sollte ihn als Mercedes-Speerspitze im Kampf um den Titel ab Barcelona auch im Trockenen in Schlagdistanz bringen zu Red Bull und Ferrari. Doch nach dem Grand Prix von Spanien und Platz 15 herrscht bei Nico Rosberg statt Zuversicht große Ratlosigkeit. "Irgendetwas ist da nicht ganz richtig", suchte der Mercedes-Pilot nach Erklärungen. "Letztes Mal habe ich noch mit Red Bull gekämpft. Und jetzt war ich nirgendwo. Ich mache mir schon Sorgen. Dieses Wochenende ging einfach nichts. Ich war sehr langsam und weiß nicht, was da auf einmal passiert ist."
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Schumachers Selbstvertrauen ist zurück

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Teamduell nun ausgeglichen
Der Verdacht liegt nahe: Mit dem Umbau des W01 ist Mercedes Michael Schumachers Wunschauto zwar näher gekommen, hat WM-Kandidat Nico Rosberg aber ungewollt geschwächt. Teamchef Ross Brawn betont zwar: "Das neue Auto ist nicht speziell für die Bedürfnisse eines Fahrers gebaut worden. Wenn es mehr Abtrieb hat, eine bessere Gewichtsverteilung und eine größere Stabilität beim Bremsen kommt das beiden Fahrern zugute." Brawn weiter: "Nico ist mit den Problemen des alten Autos (heftiges Untersteuern; d . Red.) besser klar gekommen als Michael. Aber jetzt ist es für mich nur normal, dass das Teamduell ausgeglichen ist, dass mal der eine, mal der andere vorne liegt." Selbst Nico Rosberg räumt ein: "Unsere Fahrstile unterscheiden sich gar nicht so sehr. Bisher haben wir immer die gleichen Ansprüche ans Auto gehabt." Doch Insider wissen: Schumacher bevorzugt eine präzise einlenkende Front und ein loses Heck, das er mit gezielten Gasstößen um die Kurve dirigieren kann. Rosberg hasst es zwar genau wie Schumacher, wenn ein Auto untersteuert, also in der Kurve über die Vorderräder nach außen schiebt. Doch mit einem ständig zum Ausbrechen neigenden Hinterteil kann der Wahl-Monegasse noch weniger anfangen.
Mercedes rüstet für Monaco wieder zurück

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