Formel 1: Schweres Ferrari-Heimspiel
Vettel sucht die Flucht nach vorn

Formel 1 in Monza: Ferrari immerhin zweite Kraft beim Heimspiel, aber auch Welten hinter Mercedes: Im Rennen droht ein Stopp mehr als die Silberpfeile.
Bild: Picture-Alliance
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
Die gute Nachricht für Sebastian Vettel zuerst: Sein finnischer Trainer Antti Kontsas fasste sich nach dem Qualifying zum Formel-1-Grand-Prix von Italien an die Nase und sagte dem AUTO BILD MOTORSPORT-Reporter: "Ich rieche den Sieg morgen. Wie er auch immer zustande kommt, ich fühle, dass es dieses Wunder geben wird."

Die Lücke zu Mercedes bereitet Vettel kopfzerbrechen
Dass nach vorne nicht viel geht, dafür wird am Sonntag wohl auch die Reifenwahl sorgen: Denn Ferrari und die übrigen Silberpfeil-Verfolger starten mit den superweichen Reifen. Mercedes hatte als einziges Team in Q2 genügend Speed-Reserven, auch auf der härteren Soft-Variante locker in die nächste Runde zu kommen - und damit folglich morgen ins Rennen zu starten.Vorteil: "Die halten wesentlich länger", erklärt Mercedes-Titelanwärter Nico Rosberg, "obwohl der Verschleiß hier längst nicht so groß ist wie noch in Spa vor einer Woche, wird es schwierig werden, mit den Supersoft problemlos eine gewisse Anzahl von Runden zu fahren." Deshalb vermuten die Mercedes-Strategen hinter vorgehaltener Hand: Während beide Silberpfeile mit einer Einstopp-Variante das Rennen angehen, sucht Ferrari die Flucht nach vorn und wird zwei Stopps einlegen.

Mit Platz drei auch im Rennen wäre Vettel zufrieden
Vom reinen Speed her machen sich Rosberg und Hamilton an der Spitze ohnehin keine Sorgen. Im Gegenteil: Rosberg war eher entäuscht vom Rückstand Ferraris im Qualifying, den er nicht so groß erwartet hatte: "Nachdem sie ihre letzten Entwicklungtoken für Monza verbraucht haben, hätte ich doch gedacht, dass sie näher dran sind."
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