Hat Sebastian Vettel beim Race of Champions 2022 seinen Spaß am Rallyesport entdeckt? In Nordschweden drifteten die Piloten am vergangenen Wochenende auf Schnee und Eis. Vettel belegte hinter Rallye-Rekordweltmeister Sébastien Loeb Rang zwei und zeigte sich anschließend begeistert.
"Ich genieße es sehr", verriet der Deutsche. "Rallyesport ist faszinierend. Ähnlich wie in der Formel 1 oder in jeder anderen Kategorie gibt es viel Arbeit hinter den Kulissen, das Erstellen von Aufschrieben und das Sammeln aller Informationen, die man bekommen kann. Der Sport entwickelt sich und es geht um mehr als nur ums Fahren, das ist auch eine Herausforderung."
Vettel Audi quattro S1
Vettel im Audi quattro S1 neben Rallye-Legende Stig Blomqvist.

Dann kommt die Aussage, die aufhorchen lässt: "Man braucht Zeit und Erfahrung, aber wenn jemand bereit ist, mir eine Chance zu geben und viel Zeit hat, schaue ich mir das gerne an."
Fest steht: Vettel war schon immer Rallye-Fan, besonders von Deutschlands Auto-Legende Walter Röhrl. Beim Race of Champions nutzte er deshalb auch die Chance, im Audi quattro S1 neben Rallye-Legende Stig Blomqvist Platz zu nehmen. "Das Auto ist eine Ikone und ich habe regelrecht gebettelt, einsteigen zu dürfen."
Als Beifahrer des Schweden, der 1984 im Allrad-Audi Weltmeister wurde, hat Vettel offenbar noch mehr Blut geleckt. "Als Fahrer ist es sehr befriedigend, mit dem Auto zu spielen", schwärmt er. "Normalerweise korrigiert man das Auto sofort, wenn es ausbricht. Hier ist weniger Schwarz/Weiß und viel mehr Grau. Und das ist definitiv etwas, das mir Spaß macht."
Vettel wäre nicht der erste Formel-1-Pilot, der seine Liebe zum Rallyesport entdeckt. Kimi Räikkönen fuhr in seiner Formel-1-Pause sogar in der Rallye-WM. Auch Valtteri Bottas war schon bei WM-Rallyes am Start.

Von

Bianca Garloff