Für Sebastian Vettel (35) war der Große Preis von Österreich ein Wochenende zum Vergessen: letzter Platz im Qualifying, Kollision im Sprint, nächste Kollision im Rennen. Am Ende überquerte der Aston Martin-Star als Letzter die Ziellinie.
Doch nicht nur das. Bei den TV-Interview wirkte Vettel, als hätte er zu viel Selbstbräuner im Gesicht verteilt. Besonders die Nasenspitze war dunkel verfärbt, immer wieder fasste sich der Deutsche mit der Hand an die augenscheinlich verschnupfte Nase.
Des Rätsels Lösung: Vettel atmete zu viel Bremsstaub ein!
"Das ist etwas, woran sie meiner Meinung nach arbeiten müssen", verriet der Ex-Weltmeister auf Nachfrage nach seinem Aussehen in seiner Interviewrunde im Media-Pen, "denn durch das Design der Bremskanäle in diesem Jahr bläst uns die Vorderachse den ganzen Bremsstaub ins Gesicht."
Aston Martin-Star Sebastian Vettel atmet Bremsstaub ein und fordert die FIA auf, eine Lösung zu finden.

Einmal in Rage legt Vettel nach: "Offensichtlich ist es nicht gesund, Carbonstaub einzuatmen. Ich hoffe also, dass die FIA sich das sehr bald ansieht, denn es ist sinnlos und leicht zu ändern."
Hintergrund: 2022 muss die Luft nach hinten aus den Bremsschächten abgeleitet werden. Verantwortlich dafür sind die neuen Luftleitbleche an den Vorderrädern. Deren aerodynamische Funktion soll nicht gestört werden, indem die Teams beispielsweise heiße Luft durch das Rad nach außen ableiten. Folge: Auch der Bremstaub wird nach innen geblasen.
Zu Vettels zerknautschtem Gesicht dürfte indes auch der Rennverlauf beigetragen haben. Erst drehte ihn Pierre Gasly beim Überholversuch um. "Der Unterboden sah danach ein wenig beschädigt aus", berichtet der Hesse, "denn ich hatte ein Teil mit dem Frontflügel getroffen."
Später bekam er noch eine Fünf-Sekunden-Strafe fürs Missachten der Tracklimits. Vettel: "Ich hatte drei Strikes und habe keine Verwarnung bekommen. Ich weiß also nicht, wie ich eine Strafe bekommen kann, wenn ich keine Verwarnung habe. Es ist ein bisschen seltsam."
So wie das gesamte Wochenende …

Von

Bianca Garloff