Seinen Humor hat Sebastian Vettel trotz des Frust-Samstags beim Niederlande GP nicht verloren: "Heute hat mich der Sand in "Sand"-voort auf dem falschen Fuß erwischt, deswegen bin ich in der letzten Kurve ausgerutscht", berichtet Vettel nach dem Qualifying auf dem Dünenkurs an der Nordseeküste. "Ich war selbst ziemlich überrascht als ich das Heck verloren habe, deshalb habe ich es mir gerade nochmal angeschaut: Man sieht in der Onboard, dass da offenbar Sand auf der linken Seite der Strecke war, den ich dann aufgelesen habe", erklärt der Deutsche.
Die Folge: "Dadurch habe ich den Scheitelpunkt der Kurve verpasst und das ganze Auto ist gedriftet. Danach habe ich dann das Heck verloren und bin raus." Eine Chance auf die verschmutzte Fahrbahn zu reagieren hat Vettel laut eigener Aussage nicht: "Keine Chance, da war ehrlich gesagt nicht viel, was ich hätte anders machen können."
Vettel muss das Rennen am Sonntag aus der letzten Startreihe aufnehmen.

Ärgerlich für den Aston-Martin-Piloten, denn: "Ich habe alles probiert in der Runde und bis dahin war's gut. Der erste Sektor war sehr gut, im mittleren hatte ich einen kleinen Haken drin, aber das hätte locker gereicht. Es ist doof und schade, weil wir heute leicht in Q2 oder sogar Q3 hätten kommen können." Das beweist Teamkollege Lance Stroll, der in den letzten Quali-Abschnitt einzieht und schlussendlich Zehnter wird.
Vettel hingegen muss das Rennen am Sonntag aus der letzten Startreihe aufnehmen, nur Williams-Pilot Nicholas Latifi startet noch hinter dem Heppenheimer. "Das macht es jetzt natürlich unheimlich schwer und ist genau das, was wir vermeiden wollten: Wieder so früh rauszukegeln und so weit hinten zu starten", räumt Vettel ein. Aufgeben will er aber noch nicht: "Wir müssen jetzt für morgen resetten und versuchen das Beste daraus zu machen. Man kann hier nicht gut überholen, aber vielleicht fällt uns ja was Cleveres mit der Strategie ein."

Von

Frederik Hackbarth