Formel 1: Sebastian Vettel im Interview
„Die 1 muss zurück aufs rote Auto“

Sebastian Vettel spricht vor dem Saisonstart der Formel 1 im Interview über seine Titelchancen, Michael Schumacher und das Lachen seiner Mechaniker.
Bild: Getty Images / Picture-Alliance
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
Die Deutschen vor dem Saisonauftakt - Teil 2: Sebastian Vettel im Interview mit dem SPORT-BILD-Sonderheft Motorsport:
Herr Vettel, die wichtigste Frage zuerst: Werden Sie in diesem Jahr Weltmeister?
Sebastian Vettel (28): Diese Frage könnte man erst nach einigen Rennen halbwegs seriös beantworten. Aber der Weg dorthin ist mein Ziel. Als Fahrer muss man immer an sich und seine Chancen glauben. Wir müssen nur die richtigen Voraussetzungen schaffen, dann ist alles möglich.
Alles möglich?

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Muss eher der Motor Ihres Ferrari verbessert werden oder das Chassis, um Mercedes zu überholen?
Es ist eine Summe aus allem. Das Gute ist, wie gesagt, dass wir die Bereiche kennen und daran arbeiten können. Wir glauben an uns. Und alles, was wir 2015 erreicht haben, hat uns geholfen, für 2016 ein noch besseres Auto zu bauen. Wir müssten also in einer besseren Position sein und hoffentlich gut genug, dass wir um den Titel mitfahren können. Wir wollen die zwei Jungs im Silberpfeil unter Druck setzen und im Idealfall auch hinter uns lassen. Das Lachen und die Freude der Ferrari-Mechaniker über unsere Erfolge 2015 haben mich jedenfalls zusätzlich motiviert.
Ferrari-Präsident Sergio Marchionne fordert den Titel in diesem Jahr. Motivieren solche Aussagen, oder erhöhen sie unnötig den Druck, wenn der große Boss unmissverständlich seine Erwartungshaltung klarmacht?

Gute Laune: Nicht nur bei den Ferrari-Mechanikern...
Bei Ferrari sagt man, Sie haben eine deutsche Arbeitsweise. Wie sie auch Michael Schumacher vorgelebt hat.
Ich mache mein Ding, und wenn das gut ankommt, dann macht mich das glücklich. Ich investiere viel Mühen, viel Leidenschaft, Zeit und Arbeit. Wenn ich etwas zurückbekomme, fühlt sich das verdammt gut an.Wie präsent ist Michael Schumacher noch bei Ferrari?
Sehr. Seine Bilder und Fotos hängen überall, wo man auch hinschaut. Dazu kommt, dass viele Leute im Team sind, die bereits mit Michael zusammengearbeitet haben. Michael hält zusammen mit den anderen Ferrari-Legenden den Mythos in Maranello hoch. Wissen Sie: Bei Ferrari feiert man die Geschichte, sie ist ein Teil des Ferrari-Gefühls.
Spüren Sie eigentlich den Erwartungsdruck der italienischen Fans? Sie sollen bitte schön Schumachers Erfolge wiederholen?

Der Ferrari SF16-H soll an goldene Zeiten anknüpfen
Erwischen Sie sich denn manchmal bei Gedankenspielen, Schumachers Rekorde brechen zu wollen? Und seine sieben WM-Titel noch zu toppen?
Nein, das sollte man auch nicht. Michael hat so viel erreicht, seine Leistungen waren so einzigartig. Ich gehe lieber meinen eigenen Weg, denke Schritt für Schritt. Und am Ende wird man sehen, was dabei herausgekommen ist.
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