Formel 1: Starts entscheiden das Rennen
Zeigt Rosberg Hamilton den Finger?

Am Start hat Nico Rosberg in Singapur Daniel Ricciardo als Puffer zwischen sich und Titelrivale Lewis Hamilton. Entscheiden wieder die ersten Meter den GP?
Bild: ABMS / Picture-Alliance
- Ralf Bach
- Bianca Garloff
Auch wenn er im Qualifying sechs Zehntelsekunden Vorsprung auf Daniel Ricciardo (Red Bull) und gar sieben Zehntel auf Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton hatte - das Rennen in Singapur hat Nico Rosberg noch längst nicht gewonnen. Zuletzt zeigte sich: Egal wer auf Pole steht, der Start ist der Schlüssel zum Sieg. Besonders zwischen den beiden Silberpfeilen.
Zeigt Rosberg Hamilton morgen wieder den (Kupplungs-)Finger?

Rosberg behielt im Qualifying diesmal die Oberhand
In Ungarn und Deutschland war es umgekehrt. Einmal gewann Hamilton gegen Rosberg von der Pole (Kanada). Rosberg dagegen siegte nur von Startplatz eins, wenn Hamilton von hinten starten musste. Der Start in Silverstone zählt dabei nicht, weil er hinter dem Safetycar erfolgte.

In Singapur trennt Ricciardo die beiden Silberfeinde
"Die Starts sind dieses Jahr schwieriger", erklärt der Deutsche, "weil die Regeln geändert wurden und die Aufgabe des Fahrers wieder bedeutender ist. Deshalb gehen sie auch öfter daneben."Seit diesem Jahr brauchen die Fahrer für die Starts wieder mehr Fingerspitzengefühl. Denn es gibt nicht mehr zwei, sondern nur noch einen Kupplungshebel hinter dem Lenkrad. Rosberg: "Das ist wie im Straßenauto, nur dass ich mit dem Finger kuppele und nicht mit dem Fuß."

Ist der Start wieder entscheidend, wie zuletzt in Monza?
Mit 10.000 Touren wartet der Deutsche anschließend darauf, dass die Ampel auf grün springt. Während des Sprints auf Tempo 50 sucht er mit dem rechten oder linken Finger den Schleifpunkt. Hintergrund: Bei Mercedes können sich beide Piloten spontan entscheiden, welche Seite sie wählen (siehe Foto oben). Das Lenkrad hat rechts und links je einen Kupplungshebel. Anders bei Ferrari: Vettel und Räikkönen können nur an einem, dafür größeren Hebel ziehen.

Nur zwei Punkte trennen Hamilton und Rosberg derzeit
Vor der Sommerpause hat Rosberg die Kupplung beim Anfahren zweimal nicht perfekt kommen lassen. Deshalb hat er danach "viel Zeit mit den Ingenieuren investiert. Damit ich verstehen kann, warum ich schlechte Starts habe und mich verbessern kann." Denn, so Rosberg angesichts der Statistik: "Die Starts können über Sieg und Niederlage entscheiden."
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