Die besten Bilder aus Austin

Formel 1: Statistik USA GP

Hamilton wie ein 50er-Jahre-Fahrer

Lewis Hamilton steht kurz vorm Titelgewinn. In Texas stellte er neue Rekorde auf. Sebastian Vettel gewinnt am Start doppelt so viele Punkte wie Hamilton.

Der Siegeszug Hamiltons in Texas ging munter weiter

- Austin ist Hamilton-Land. Sechs Mal gastierte die Formel 1 im Lone-Star-Staat, fünf Mal siegte Mercedes-Sternpilot Lewis Hamilton. Weil der Brite 2007 auch in Indianapolis gewann, war sein 62. Formel-1-Triumph der sechste Sieg in der USA. Beeindruckend auch: Hamilton hat jetzt eine Siegquote von über 30 Prozent (30,240%). Rechnet man die Indy-500-Fahrer raus (in den 50er Jahren zählte das Rennen zur WM), liegt Hamilton auf Rang vier der Bestenliste - hinter den Stars der 50er und 60er Jahre Juan Manuel Fangio (47,060%), Alberto Ascari (40,630%) und Jim Clark (34,720%). Kein anderer moderner F1-Pilot schafft eine Quote von über 30 Prozent. Michael Schumacher kam vor seinem Comeback 2010 auf eine Quote von über 35%. Hamilton erklärt seinen Mega-Lauf: „Ich habe mich mental und körperlich in diesem Jahr auf eine Ebene gebracht, die ich selbst nicht für möglich gehalten hätte.“
- Jede Pole-Position von Lewis Hamilton ist ein neuer Rekord. Austin war schon die 72. Jetzt hat er aber auch Michael Schumachers 116 Starts aus der ersten Reihe übertroffen (117).

Titel nummer vier für die Silberpfeile in der Team-WM

- Mercedes gewinnt zum vierten Mal in Folge den Konstrukteurstitel, wie Red Bull von 2010 bis 2013. Um Ferrari den Rekord abspenstig zu machen, fehlen aber noch zwei Titel: Die Scuderia holte sich von 1999 bis 2004 sechs WM-Markentitel. Insgesamt 15 verschiedene Teams wurden Konstrukteursmeister, Ferrari liegt mit 16 an der Spitze, Mercedes mit vier auf Rang sechs. Der WM-Titel für die besten Autobauer wird erst seit 1958 vergeben, den Titel für die besten Fahrer schon seit 1950.
- Sebastian Vettels Highlight war der Start, als er Lewis Hamilton überholte. Unterm Strich gewann der Deutsche 2017 in den ersten Runden sechs Positionen, doppelt so viel wie Lewis Hamilton. Die meisten Plätze machte aber Kevin Magnussen (38) gut, vor Lance Stroll (32) und Sergio Pérez (25). Auf der anderen Seite der Tabelle: Kimi Räikkönen, der 15 Ränge einbüßte.

Esteban Ocon ist weiter die Beständigkeit in Person

- Er ist der Mann, der nicht ausfallen kann: Esteban Ocon. Alle seine 26 Rennen hat er bislang beendet. Damit überholte er in der ewigen Tabelle Max Chilton, der erst nach 25 Rennen das erste Mal ausgefallen ist. Die meisten Zielankünfte in Folge total hat bisher Nick Heidfeld (33) erzielt, den Ocon erst 2018 vom Thron stoßen kann. Beendet der Franzose aber auch die letzten drei Rennen, stößt er noch auf Rang drei der ewigen Bestenliste vor (aktuell Fernando Alonso, 29).
- Brendon Hartley ist der erste Neuseeländer in der Formel 1 seit Mike Thackwell vor 33 Jahren. Beeindruckend: Sein Debüt fiel an den gleichen Tag wie der WM-Gewinn des einzigen neuseeländischen Weltmeisters Denny Hulme. Hulme wurde am 22. Oktober 1967, also vor genau 50 Jahren, Weltmeister.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Red Bull Content Pool / Hersteller

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