Formel 1: Steigt Ferrari aus?
Vettel-Team droht Formel-1-Besitzern

In der Formel 1 steht eine Revolution an. Die ist aber nicht nach dem Geschmack von Ferrari. Jetzt droht Präsident Sergio Marchionne daher mit Rückzug.
Bild: Picture-Alliance / Hersteller
- Michael Zeitler
In 949 von bisher 974 Formel-1-Rennen im Rahmen der Weltmeisterschaft war Ferrari bisher dabei. Bis auf wenige Ausnahmen, die sich immer auf einzelne Rennen beschränkten, also immer. Doch geht es nach Ferrari-Präsident Sergio Marchionne, könnte sich das ändern. Dem Italiener passen die Regelvorschläge nicht, die dem neuen Formel-1-Besitzer Liberty Media vorschweben: etwa eine Budgetobergrenze, aber auch ein weniger komplexer Motor.

Marchionne droht mit dem Ferrari-Ausstieg
Ferrari genießt wegen der Formel-1-Treue seit Jahren gewisse Vorzüge: Bonuszahlungen aus dem Preisgeldtopf, Mitspracherecht beim Reglement, sogar ein Vetorecht gegen bestimmte Regeln. Doch damit soll jetzt Schluss sein: Liberty Media will die Schere zwischen den armen und reichen Formel-1-Teams schließen und auch Außenseitern Siegchancen ermöglichen.
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Ausstiegsdrohungen von Ferrari sind so alt wie die Weltmeisterschaft selbst. Am konkretesten waren sie Mitte der 80er Jahre, als Ferrari als Druckmittel sogar einen eigenen IndyCar-Rennwagen entwickelte und von Bobby Rahal und Michele Alboreto sogar testen ließ. Aber auch damals blieb Ferrari eben doch in der Formel 1...
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