Formel 1: Strafen-Irrsinn in Spa
Alonso jubelt: Hamilton überholt!

Lewis Hamilton und Fernando Alonso bekommen in Spa 60 Strafplätze im Grid aufgebrummt. Der Spanier hat damit Jenson Button als Rekordhalter abgelöst.
Bild: Picture-Alliance
- Michael Zeitler
- Frederik Hackbarth
Für die Belgien-Startaufstellung braucht es kein Qualifying, sondern höhere Mathematik. Gleich vier Fahrer müssen Startplatzstrafen in Kauf nehmen - und was für welche: Lewis Hamilton hat so viele Motorenteile getauscht, dass er satte 60 Startplätze nach hinten rückt, Fernando Alonso nach seinem Quali-Defekt ebenso. Marcus Ericsson muss um zehn Ränge zurück, Esteban Gutiérrez um fünf.

Alonso kann über die Strafen nur noch lachen
Alonso führt die Statistik jetzt mit exakt 200 Strafversetzungen an, gefolgt von Teamkollege Jenson Button (180). "Unsere Probleme mir der Zuverlässigkeit tun weh", gibt Alonso ehrlich zu. Der Spanier sieht aber auch das Positive, hat selbst seinen langersehnten dritten Titel bei McLaren noch nicht aufgegeben. "Die Probleme sind Teil des Entwicklungsprozesses und in gewisser Weise auch gut, weil wir daraus lernen können: Um nächstes Jahr hofftenlich einen besseren Motor zu haben, mit dem wir um den Titel kämpfen können."

Hamiltons Mechaniker hatten in Spa viel zu tun
Kurios: Mercedes wollte diese Regel vor der Saison noch kippen! Nun profitiert man selbst von ihr. Seit mehr als zehn Jahren werden in der Formel 1 mittlerweile Startplatzstrafen für Motor- und Getriebewechsel ausgesprochen. Weil die Teile länger halten sollen, um die Kosten zu senken. Wer nicht mit dem Kontingent über die Runden kommt, muss im Grid nach hinten.

Wer hinten startet, hat einen langen Weg vor sich...
Und wer muss als nächstes zittern? Kimi Räikkönen fährt schon mit seinem fünften von nur fünf erlaubten kinetischem Energierückgewinnungssystem. Max Verstappen mit dem fünften Steuergerät, Marcus Ericsson und Felipe Nasr mit dem fünften Verbrennungsmotor. Favorit auf die nächste Strafversetzung ist aber einmal mehr ein McLaren: Jenson Button ist bei allen sechs Komponenten schon bei Nummer fünf angelangt.
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