Formel 1: Taifun sorgt für Verschiebung
Qualifying findet erst am Sonntag statt

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Neuer Zeitplan für die Formel 1 beim Japan GP: Taifun Hagibis sorgt für Absage aller Aktivitäten am Samstag. Qualifying am Sonntag vor dem Rennen.
Aus Sorge vor den drohenden Auswirkungen des Taifuns Hagibis findet die Formel-1-Qualifikation zum Grand Prix von Japan erst am Rennsonntag statt. Alle für den Samstag auf dem Suzuka International Racing Course geplanten Aktivitäten seien abgesagt worden, gaben die Veranstalter am Freitagmorgen bekannt.
"Der Motorsport-Weltverband FIA und die Formel 1 unterstützen die Entscheidung im Interesse der Sicherheit für die Zuschauer, Wettbewerber und jeden sonst auf dem Suzuka Circuit", hieß es in der Mitteilung. Das bedeutet, dass Ferrari-Star Sebastian Vettel und die anderen Rennfahrer nur die zwei Trainingseinheiten am Freitag haben, um ihre Wagen auf das 17. Saisonrennen abzustimmen. Das dritte Freie Training entfällt ersatzlos.

Regen in Suzuka ist keine Seltenheit - wie hier 2014
In Suzuka waren bereits 2004 und 2010 die Qualifikationen verschoben worden. 2004 hatte Taifun Ma on den üblichen Ablauf durcheinandergebracht, sechs Jahre später verhinderte sintflutartiger Regen das normale Prozedere. Letztmals war in der Formel 1 beim USA-Rennen im texanischen Austin 2015 die Startplatzjagd wegen Unwetters auf den Rennsonntag verschoben worden.
In Japan könnte Wirbelsturm Hagibis am Wochenende mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 270 Kilometern pro Stunde nahe seinem Zentrum auf Land treffen - und zwar in der Region Kinki im Westen des Landes, wo auch die Großstadt Osaka liegt. Suzuka in der Präfektur Mie befindet sich rund 100 Kilometer Fluglinie entfernt östlich.
Nach Einschätzung der nationalen Wetterbehörde wird der Taifun dann wahrscheinlich auch Kurs auf die Region Kanto nehmen, in der die Metropolen Tokio und Yokohama liegen. Er dürfte starke Sturmböen sowie Regenfälle mit sich bringen und könnte auch Überschwemmungen auslösen.
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